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Fettleibigkeit bei Katzen ist in Deutschland so hoch wie nie

Die Folgen von krankhafter Fettleibigkeit sind für Menschen und Tiere verheerend. Es drohen auf Dauer ernsthafte, gesundheitliche Probleme. Laut Experten der Universität Leipzig ist bereits jedes zweite Haustier zu dick ist.

Starkes Übergewicht erhöht das Risiko für Diabetes, Herz-Kreislauf- und Gelenkerkrankungen. Katzen, die sich wegen ihres fülligen Körpers nicht mehr putzen können, leiden häufig an Blasenentzündungen, für die sich zunächst oft keine Erklärung finden lassen.

 
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Doch Übergewicht ist nicht nur unangenehm, es verkürzt auch die Lebenszeit. Bis zu zwei Jahre im Schnitt, schätzen Tiermediziner.

 

Universität Leipzig: Mehr als 40 Prozent sind zu dick

Mehr als 40 Prozent der Haustiere sind in Deutschland nach Angaben des Instituts für Tierernährung, Ernährungsschäden und Diätetik an der Universität Leipzig krankhaft fettleibig. Der starke Trend zum Übergewicht sei extrem alarmierend. Schuld seien vor allem die Halter, die es oft „zu gut“ meinten mit ihren Tieren.

 
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Auch der Bundesverband Praktizierender Tierärzte warnt inzwischen vor dem Phänomen. An der Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München gibt es aus diesem Grund seit Kurzem eine spezielle Adipositas-Sprechstunde. Den Angaben der Klinik zu Folge handelt es sich um die erste Sprechstunde dieser Art in Deutschland.

Liebe geht durch den Magen: Die Gründe für Fettleibigkeit bei Haustieren

„Alle Tiere brauchen Auslauf, auch Wohnungskatzen“, betont Tierärztin Astrid Behr vom deutschen Tierärzteverband. Weil dieser aber aufgrund der Wohnverhätnisse oft nicht möglich sei, würden Halter zu Leckerlis und Co. greifen, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Kämen Herrchen oder Frauchen abends von der anstrengenden Arbeit nach Hause, seien sie oft zu müde, um noch ausgiebig mit der Katze  zu spielen.

Statt Bewegung gebe es Futter, doch die zusätzliche Energie könne oft nicht in gleichem Maße wieder abgebaut werden, warnt Behr. So bilde sich eine Fettleibigkeit oft schleichend und unbemerkt. Wer sein Tier täglich sieht, realisiert die schleichende Veränderung womöglich erst spät – oft dann, wenn sie bereits zu ersten, gesundheitlichen Komplikationen geführt hat.

 

 
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Fettleibigkeit bei Katzen: Erste-Hilfe-Maßnahmen

Eine normale Hauskatze bringt zwischen 3,5 und 4,5 Kilogramm auf die Waage. Sehr große Tiere können in Ausnahmefällen auch schon mal etwas mehr wiegen. Als Übergewichtig gelten Hauskatzen, die mehr als 6 Kilogramm wiegen.

Um langfristig chronische Erkrankungen zu vermeiden, sollte gemeinsam mit dem Tierarzt ein Diätplan erstellt werden. Außerdem sollte die Arzt ausschließen, dass körperliche Gründe für die Entstehung einer Fettleibigkeit bei der Katze vorliegen.

Eine gute Option ist es, das Futter für die Katze selbst zu kochen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass keine dick machenden Zusatzstoffe darin enthalten sind.

 

Diät-Futter für Katzen: Das Basis-Rezept für Selberkocher

Ein kalorienarmes Diät-Futter für Katzen muss nicht teuer sein. Es kann mit wenig Aufwand schnell selbst hergestellt werden:

 


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Achtung: Bitte keine Zwiebeln oder starke Gewürze verwenden! Erlaubt sind Salz, Petersilie und Katzenminze.

 

Weiterlesen: Woran du erkennst, dass deine Katze zu dick ist

 

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