Die 8 größten Sünden in der reinen Wohnungshaltung von Katzen

Wohnungskatzen

Seien wir ehrlich: Die reine Wohnungshaltung ist für Katzen vermutlich nicht die optimalste Form der Haltung, doch oft ist sie nicht anders möglich. Was sollten wir dringend unterlassen, um unseren Stubentiger das Leben in den eigenen vier Wänden nicht unnötig schwer zu machen?

Das sind die 8 größten Sünden in der reinen Wohnungshaltung von Katzen:

1. Zigarettenqualm: Erhöhtes Krebsrisiko auch für Katzen

Wer regelmäßig raucht und Katzen hält, sollte auf keinen Fall in der Wohnung rauchen! Für die weltweit erste Studie zum Zusammenhang von Krebserkrankungen bei Katzen und dem Passivrauchen wurden180 Katzen von der Tufts University School of Veterinary Medicine in North Grafton (USA) untersucht.

Ergebnis: Katzen die in einem Raucherhaushalt leben, erkranken bis zu viermal häufiger an Krebs. Zum Verhängnis wird den Tieren ausgerechnet ihre Reinlichkeit: Durch die regelmäßige Fellpflege nehmen Katzen vermutlich deutlich mehr Schadstoffe auf, als andere Haustiere.

Weiterlesen: Gestörtes Sozialverhalten, Krebs: So gefährlich ist Passivrauchen für Katzen

2. Einsamkeit und Langeweile

Katzen haben ein hohes Schlafbedürfnis, manche schlafen sogar bis zu 16 Stunden am Tag. Wenn eine Katze allein zu Hause bleiben muss, bekommen viele Halter trotzdem ein schlechtes Gewissen: Ist es für sie in Ordnung, ohne Gesellschaft zu sein?

Die meisten Wohnungskatzen stört es nicht auch mal eine gewisse Zeit ohne ihre Menschen zu sein. Das gilt jedoch nur, wenn sie mit mindestens einem Artgenossen zusammenleben: Um den sozialen Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden, sollten reine Wohnungskatzen niemals alleine gehalten werden!

3. Übergewicht und Adipositas (krankhaftes Übergewicht)

Übergewicht stellt vor allem für reine Wohnungskatzen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar. Gerade wenn ihr Alltag häufig von Langweile geprägt ist, kann Futter eine willkommene Abwechslung darstellen.

Aus diesem Grund fordern manche Katzen mit der Zeit immer häufiger einen Snack und bringen ihre Halter in Bedrängnis, denn nicht wenige tun es mit Nachdruck. Wer jedoch oft nachgibt, riskiert Übergewicht und langfristig Adipositas beim Tier.

Um Übergewicht zu vermeiden, ist die konsequente Fütterung eines hochwertigen Katzenfutters ein entscheidender Faktor. Hochwertig bedeutet im Fall von Katzenfutter, dass es einen hohen Fleischanteil enthält. Auf die meisten Futtersorten aus dem Supermarkt trifft leider das Gegenteil zu.

Mehr zum Thema findest Du in diesem Artikel: Hochwertiges Katzenfutter: Der ultimative Guide, alles was Du wissen musst

4. Wohnungskatzen bekommen häufig zu wenig Bewegung

Übergewicht ist häufig eine Folge von Bewegungsmangel. Wer Katzen ausschließlich in der Wohnung hält, muss besonders darauf achten, dass die Tiere sich ausreichend bewegen können.

Das kann vor allem in kleineren Wohnungen durchaus ein Problem darstellen. Wer wenig Platz hat, sollte darum in die Höhe denken: So genannte Catwalks sind eine gute Möglichkeit, um Katzen auch in kleinen Wohnungen ausreichend Möglichkeiten zum Toben und Spielen zu bieten.

5. Zu wenig frische Luft als Ursache für Allergien

Ein Mangel an Frischluft schwächt das Immunsystem. Asthma und Allergien können entstehen, wenn reine Wohnungskatzen zu wenig frische Luft bekommen.

Auch wenn Katzen ausschließlich in der Wohnung gehalten werden können, sollte man ihnen die Möglichkeit für Frischluft bieten – das kann ein (gesicherter) Balkon sein, oder der „Gassigang“ an der Katzenleine.

6. Flüssigkeitsmangel: Eine häufige Ursache der CNI

Der Wassernapf deiner Wohnungskatze sieht häufig wie unberührt aus? Die Vorfahren unserer Hauskatzen waren Wüstenbewohner. Es ist darum ganz normal, wenn eine Katze eher wenig trinkt.

Doch wie wenig ist zu wenig? Experten sagen: Pro Kilogramm Körpergewicht sollte eine Katze etwa 50 Milliliter pro Tag trinken. Für eine Katze mit 4 Kilogramm Körpergewicht ergibt das eine tägliche Trinkmenge von 200 Milliliter.

Trinken Katzen dauerhaft zu wenig, droht eine chronische Niereninsuffizienz (CNI). Eine gute Möglichkeit um eine eher trinkfaule Katze zum Trinken zu animieren ist ein Katzentrinkbrunnen. Untersuchungen konnten zeigen, dass die meisten Katzen fließendes Wasser gegenüber stehendem bevorzugen.

Hier gibt es preiswerte Katzentrinkbrunnen auf Amazon.

7. Gekippte Fenster: Vor allem für Wohnungskatzen eine Gefahr

Stärker als andere Katzen sind Wohnungskatzen an buchstäblich allem interessiert, was sich draußen bewegt und Geräusche macht (sofern diese Geräusche nicht einschüchternd und überfordernd sind). Ein vorbei fliegendes Insekt etwa kann eine unfassbare Faszination auf sie ausüben.

Folgt die Katze nun dem Insekt und somit ihrem Instinkt, ist sie gefährdet aus dem Fenster zu stürzen und sich bei diesem Sturz erheblich zu verletzen. Manche Halter denken aus diesem Grund, dass gekippte Fenster hier einen guten Schutz bieten. Doch in Wahrheit ist das Gegenteil der Fall!

Tierärzte haben regelmäßig mit dem Ergebnis dieser unbedachten Schlussfolgerung zu tun. Quetschungen und Zerrungen – beim Versuch sich aus einem gekippten Fenster zu befreien – gehören zu den typischen Verletzungen.

8. Versäumte Impfungen

Meine Katze ist nur drinnen, sie muss nicht geimpft werden – leider sitzen bis heute viele Halter diesem Irrglauben auf. Die Wahrheit ist: Wir tragen tagtäglich eine Vielzahl an Viren und Bakterien in unsere Wohnungen, die Katzen krank machen können.

Zu den Pflichtimpfungen für alle Katzen gehören:

  • Katzenschnupfen
  • Katzenseuche
  • Tollwut

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