Die 8 größten Sünden in der reinen Wohnungshaltung von Katzen

Wohnungskatzen

Viele Katzenhalter haben ein schlechtes Gewissen, wenn sie ihre Tiere ausschließlich in der Wohnung halten müssen. Wer in der Stadt wohnt, hat jedoch oft keine andere Wahl. Was sollte man bei dieser Haltungsform unterlassen, um dem Stubentiger das Leben in seinen vier Wänden nicht unnötig schwer zu machen?

Die meisten Katzen lassen sich problemlos an die reine Haltung in der Wohnung gewöhnen. Schwierig wird das in der Regel nur, wenn das Tier ein Vorleben bei anderen Katzenhaltern hatte und es gewöhnt ist, auf Streifzüge zu gehen.

Worauf sollte man achten, wenn eine Katze ausschließlich in der Wohnung gehalten werden kann? Das sind die 8 größten Sünden in der reinen Wohnungshaltung von Katzen:

1. Zu wenig Trinken: Vor allem in der Wohnung ein Problem

Untersuchungen konnten zeigen, dass die meisten Katzen Wasser aus Pfützen, Gießkannen, Regentonnen und ähnlichen Wasserquellen bevorzugen. Beliebt sind außerdem fließende Wasserquellen. In der Wohnungshaltung steht jedoch meist nur ein einzelner Wassernapf zur Verfügung, der viele Stubentiger vergleichsweise selten zum Trinken animiert

Eine gesunde Katze mit durchschnittlich 4 Kilogramm Körpergewicht sollte etwa 200 Milliliter Wasser pro Tag trinken. Das entspricht der Menge, die in eine herkömmliche Teetasse passt. 

Bis zu einem Drittel ihres Wasserbedarfs beziehen Katzen aus ihrem Feuchtfutter. Trinken Katzen dauerhaft zu wenig, drohen Erkrankungen, wie eine chronische Niereninsuffizienz (CNI). Um Katzen in der Wohnung zum Trinken zu animieren, eignen sich folgende Tricks:

  • Dem Feuchtfutter Wasser hinzugeben
  • Das Aufstellen mehrerer Wassernäpfe
  • Der Katze das Trinken aus dem Wasserhahn anbieten
  • Die Verwendung eines Katzentrinkbrunnen

Noch mehr Tipps zu diesem Thema gibt es im Artikel Deine Katze trinkt wenig? 4 Ursachen und 7 Tipps, sie zum Trinken zu animieren!

2. Einsamkeit und Langeweile

Katzen haben ein hohes Schlafbedürfnis, manche schlafen bis zu 16 Stunden am Tag. Trotzdem bekommen viele Halter ein schlechtes Gewissen, wenn ihre Wohnungskatzen auch einmal allein zu Hause bleiben müssen.

Die meisten Wohnungskatzen stört es nicht, wenn sie eine gewisse Zeit ohne ihre Menschen zu Hause sind. Um den sozialen Bedürfnissen der Tiere gerecht zu werden, sollten Katzen in der reinen Wohnungshaltung jedoch mindestens zu zweit gehalten werden. 

Damit es den Miezen daheim nicht langweilig wird, gibt es einige Maßnahmen, die für Abwechslung sorgen können. Eine Katzenliege für das Fensterbrett ist solch eine Möglichkeit. Wenn die Katzen schon nicht in die Natur können, kann man als Halter die Natur nach drinnen holen – warum nicht beim nächsten Spaziergang ein paar Dinge aus der Natur für die Stubentiger daheim einsammeln?

Geeignet sind etwa Federn, kleine Äste, Tannenzapfen und ähnliche Baumfrüchte. Vorsicht ist vor den Ästen der Eibe geboten, da sämtliche Pflanzenteile giftig sind!

3. Gekippte Fenster: Vor allem für Wohnungskatzen eine Gefahr

Wohnungskatzen sind vergleichsweise stark an allem interessiert, was sich draußen bewegt und interessante Geräusche macht. Ein Vogel am Fensterbrett etwa kann eine unglaubliche Faszination ausüben. Bei geöffnetem Fenster sind Katzen gefährdet herauszustürzen und sich beim Sturz erheblich zu verletzen.

Manche Halter denken aus diesem Grund, dass gekippte Fenster hier einen guten Schutz bieten. In Wahrheit ist das Gegenteil zutreffend: Tierärzte müssen nicht selten Verletzungen bei Katzen versorgen, die auf Quetschungen und Zerrungen zurückgehen, die bei dem Versuch sich aus einem gekippten Fenster zu befreien entstanden sind. 

Eine gute Lösung bietet ein spezieller Kippschutz für Fenster. Er verhindert, dass eine Katze im gekippten Fenster steckenbleiben kann. Gibt es hier auf Amazon.

4. Zu wenig frische Luft als Ursache für Allergien

Der Drang von Katzen zu gekippten Fenstern zeigt: Auch Samtpfoten brauchen frische Luft! Frischluft ist ein wichtiger Faktor für die Herausbildung eines soliden Immunsystems, ein Mangel hingegen kann es schwächen. Die Folgen können Asthma, Allergien und andere chronische Erkrankungen sein.

Auch wenn Katzen ausschließlich in der Wohnung gehalten werden können, sollte man ihnen darum den Zugang zu Frischluft ermöglichen!

Möglich ist das auf einem (gesicherten) Balkon. Immer beliebter wird auch das Gassigehen mit Katze. Hierzu ist jedoch einige Vorbereitung und Gewöhnung an das Katzengeschirr erforderlich. Wie das funktioniert, haben wir in dem Artikel Katze an der Leine führen: So gelingt das Gassigehen, 3 Tipps für Einsteiger für euch aufgeschrieben.

5. Zigarettenqualm: Erhöhtes Krebsrisiko für Wohnungskatzen

Wer regelmäßig raucht und Katzen hält, sollte auf keinen Fall in der Wohnung rauchen! Für die weltweit erste Studie zum Zusammenhang von Krebserkrankungen bei Katzen und dem Passivrauchen wurden 180 Katzen untersucht.

Das Ergebnis sollte Rauchern eine Warnung sein: Katzen, die in einem Raucherhaushalt leben, erkranken bis zu viermal häufiger an Krebs! Der Grund für das enorme Risiko ist ausgerechnet die Reinlichkeit der Tiere: Durch die regelmäßige Fellpflege nehmen Katzen deutlich mehr Schadstoffe auf, als andere Haustiere es tun würden.

Weiter zum Hauptartikel: Gestörtes Sozialverhalten, Krebs: So gefährlich ist Passivrauchen für Katzen

6. Übergewicht und chronische Erkrankungen

Ist der Alltag einer Wohnungskatze oft von Langweile geprägt, kann Fressen eine willkommene Abwechslung darstellen. Aus diesem Grund stellt Übergewicht vor allem für Wohnungskatzen ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar.

Wenn Katzen immer häufiger einen Snack fordern, sollte das Halter zum Nachdenken bringen: Wer hier zu häufig nachgibt, riskiert Übergewicht und langfristig Adipositas bei seinem Haustier.

Um Übergewicht zu vermeiden, ist die Fütterung eines möglichst hochwertigen Katzenfutters ein entscheidender Faktor. Hochwertig bedeutet im Fall von Katzenfutter, dass es einen hohen Fleischanteil enthält. Das ist bei vielen Futtersorten aus dem Supermarkt leider häufiger nicht der Fall.

Alle Informationen über gesundes Katzenfutter gibt es in diesem Artikel: Hochwertiges Katzenfutter: Der ultimative Guide, alles was Du wissen musst

7. Wohnungskatzen bekommen häufig zu wenig Bewegung

Übergewicht ist nicht nur eine Folge des falschen Futters, sondern auch von zu wenig Bewegung. Gerade wer Katzen ausschließlich in der Wohnung hält, muss besonders darauf achten, dass die Tiere ausreichend bewegen bekommen.

In kleineren Wohnungen kann das durchaus ein Problem darstellen. Wer wenig Platz hat, sollte darum in die Höhe denken: So genannte Catwalks sind eine gute Möglichkeit, um Katzen auch in kleinen Wohnungen ausreichend Möglichkeiten zum Toben und Spielen zu bieten.

8. Versäumte Impfungen

„Meine Katzen sind nur drinnen, sie müssen nicht geimpft werden!“. Dieser Gedanke ist zunächst einmal durchaus nachvollziehbar. Es stimmt, dass eine Wohnungskatze weniger gefährdet ist, sich mit Krankheiten zu infizieren, die vor allem über den Kontakt mit anderen Katzen übertragen werden.

Tatsächlich tragen wir täglich mit unseren Schuhen eine Vielzahl unbekannter Keime, Viren und anderer Erreger in die Wohnung, die Katzen krank machen können. Falls das Haustier aus irgendeinem Grund einmal aus der Wohnung entweichen kann, ist es ohne jeglichen Schutz.

Das sollte man bedenken wenn man sich entscheidet, die eigenen Katzen nicht impfen zu lassen. Zu den Standardimpfungen für Katzen gehören:

  • Katzenschnupfen
  • Katzenseuche
  • Tollwut

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