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Deine Katze trinkt wenig? Ursachen und 7 Tipps, sie zum Trinken zu animieren

katze trinkt wenig

Eine Katze trinkt wenig und zwar von Natur aus. Die Vorfahren unserer Hauskatzen lebten noch in der Wüste Afrikas und waren es gewohnt auch über längere Zeit mit wenig Flüßigkeit auszukommen. Wenn eine Wohnungskatze jedoch dauerhaft weniger als 250 ml Wasser am Tag zu sich nimmt, kann das gesundheitliche Schäden nach sich ziehen. Um zu erkennen, ob deine Katze zu wenig trinkt, gibt es zum Glück einen einfachen Trick.

Woher weiß man denn nun, ob eine Katze zu wenig trinkt oder ob es gerade richtig ist? Ganz einfach! Probiere einmal das Fell im Nacken deiner Katze leicht nach oben zu ziehen. Wenn es sich sofort wieder legt, ist alles in Ordnung. Bleibt die Nackenfalte hingegen länger stehen, ist das ein Anzeichen für einen Wassermangel und ein Grund, einen Tierarzt aufzusuchen.

 

Typische Erkrankungen bei Katzen im Zusammenhang mit Wassermangel
  • Harnsteine
  • Niereninsuffizienz
  • Wassermangel durch Dehydrierung
  • Stoffwechselprobleme

Nahezu jede dritte Katze erkrankt im Alter an einer Niereninsuffizienz (CNI). Bei einer Niereninsuffizienz ist der Harnstoff zu hoch konzentriert, eine lebenslange Medikamentengabe ist unumgänglich.

Weil viele Katzen von Natur aus wenig trinken und wie alle Lebewesen mehr Flüßigkeit verbrauchen sobald es draußen warm ist, ist eine Dehydrierung vor allem in den heißen Sommermonaten eine Gefahr. Stoffwechselprobleme hingegen tauchen unabhängig der Jahreszeit beim Verzehr von zu viel Trockenfutter bei gleichzeitiger, verminderter Flüßigkeitsaufnhame auf.

 

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Für welche Katzen ist Wassermangel besonders gefährlich?

Flüßigkeitsmangel ist vor allem für sehr junge, kranke oder alte Katzen eine Gefahr. Wenn eine grundsätzlich gesunde und agile Katze kurzfristig wenig trinkt, ist das in aller Regel nicht problematisch. In der Natur ziehen Katzen Flüßigkeit für einen ausgewogenen Wasserhaushalt überwiegend aus Beutetieren – und wenn die einmal nicht in ausreichender Anzahl verfügbar sind, dann gibt es eben auch weniger zu trinken.

Sonderfall: Die Babykatze trinkt zu wenig

Oft gibt es innerhalb eines Wurfs ein Kitten, das sehr zart und klein ist. Es kann vorkommen, dass dieses Tier es schwer hat, sich gegen seine Geschwister zu behaupten. Beim Trinken an Mamas Zitzen kann es passieren, dass es einfach nicht zum Zuge kommt.

Um das betroffene Tier zu unterstützen, kann man es aus dem Wurf lösen und immer wieder direkt an die Zitze der Mutter setzen. Beginnt es nicht sofort mit dem Saugen oder tut sich generell schwer mit der Aufnahme der Muttermilch, ist Aufzuchtmilch aus dem Tierfachhandel eine Alternative.

Sonderfall: Die alte Katze trinkt wenig

Wer älter wird, mag nicht mehr so viel trinken. Viele kennen dieses Phänomen vielleicht am ehesten von ihren Großeltern, doch auch auf alternde Katzen trifft es zu. Damit aber auch ältere Katzen Stoffwechselprodukte gut ausscheiden können, sollte man als Halter darauf achten, dass auch sie genügend Flüßigkeit zu sich nehmen. Spätestens ab einem Alter von 10 Jahren sollte man das Futter zu 100 Prozent auf Nassfutter umstellen, da dieses bis zu 80 Prozent Flüssigkeit enthält.

Um einer älteren Katze, aber auch allen anderen Katzen die Wasseraufnahme interessanter zu machen, kann man einige Tricks einsetzen. Im folgenden liest du Methoden, die sich bei anderen Katzenhaltern erfolgreich bewährt haben.

 

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7 Tipps: So kannst du deine Katze zum Trinken animieren!

1. Nassfutter zusätzlich befeuchten

Katzen die an Nassfutter gewöhnt sind kann man sehr leicht eine Extraportion Wasser untermogeln. Eine Portion Nassfutter aus der Aluminumschale lässt sich zum Beispiel problemlos mit etwa zwei Schnapsgläsern Wasser „strecken“. Am besten gefällt es der Katze, wenn das Wasser lauwarm ist. Wasser und Futter sollten zuvor mit einer Gabel gut vermengt werden.

2. Katze aus dem laufenden Wasserhahn trinken lassen

Viele Katzen lieben fließendes Wasser und trinken sogar davon, wenn sie gar nicht wirklich durstig sind! Wenn deine Katze dazu gehört, kannst du dir diesen Effekt zu nutze machen und einfach immer mal wieder den Wasserhahn leicht aufgedreht laufen lassen. Mit etwas Geduld lässt sich daraus auch ein Ritual machen, so dass die Katze an feste Zeiten zum trinken gewöhnt wird.

3. Alternative zu fließendem Wasser: Ein Katzenbrunnen

Damit sie in jede Einrichtung passen, gibt es Katzenbrunnen mittlerweile in allen Formen und Farben. Manche sehen richtig gut aus und ganz neue Modelle haben sogar einen Sensor verbaut. Dieser bewirkt, dass das Wasser nur anfängt zu sprudeln, wenn sich deine Katze dem Brunnen nähert, um zu trinken.

Ein echter Vorteil also für alle, die das Plätschern von Zimmerbrunnen oder das Dröhnen der ständig laufenden Pumpe als störend empfinden!

4. Milch als Alternative zu Wasser? Lieber Thunfischsaft oder Hühnerbrühe!

Viele denken sofort an Milch wenn es darum geht, Katzen einen spannenden Ersatz für Wasser anzubieten. Milch ist allerdings eher ein Nahrungsmittel und sollte höchstens ab und zu mal gegeben werden. Um eine Katze zum Wassertrinken zu animieren und das stille Nass gleichzeitig ein bisschen attraktiver zu machen, können Thunfischsaft oder (ungesalzene) Hühnebrühe gute Dienste leisten.

5. Futter und Wasser getrennt voneinander stellen

Ein Tipp, der unter erfahrenen Katzenhaltern bekannt ist: Futter und Wasser sollten am besten immer getrennt voneinander platziert werden. Viele Katzen stört es nicht, wenn beides zusammen steht, andere aber haben die Tendenz weniger Flüßigkeit aufzunehmen, wenn beides zu nahe beieinander ist. Hier kann man sehr leicht Abhilfe schaffen, indem man die Wasserschale in einem Abstand von mindestens 1,50 Meter entfernt vom Futterplatz stellt.

6. Abgestandenes Wasser statt frischem anbieten

Wer Katzen hat weiß, dass sie abgestandenes Wasser aus Gießkannen und Co. buchstäblich lieben! Wer sein Tier liebt, sollte darum natürlich auch grundsätzlich auf Blumendünger im Wasser verzichten. Dann ist es auch kein Problem, wenn die liebe Mietzekatze die Gießkanne als Flüßigkeitsquelle auserkoren hat. Wer keine Zimmerpflanzen hat, kann probieren das Wasser einige Tage im Eimer abstehen zu lassen, bevor es der Katze angeboten wird.

7. Katze Wasser einflößen mit Gewalt? Keine gute Idee!

Bitte einer Katze niemals mit Gewalt Wasser einflößen! Es besteht die hohe Gefahr, dass das Tier bei der Prozedur nervös wird und sich beim Versuch sich Loszulösen verschluckt. Gelangt Wasser in die Lunge, kann die Katze daran ersticken.

Generell gilt: Eine Katze, die langfristig nicht genug trinkt und sich auch nicht durch die oben aufgeführten Tricks zum Trinken animieren lässt, ist ein Fall für den Tierarzt!

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