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Behörde bleibt hart: Asylbewerber-Familie muss Katzen ins Tierheim geben

Participants pet a cat at a Society for the Prevention of Cruelty to Animals booth during the fifth annual Dog Days of Summer at the National Museum of the Marine Corps on Aug. 24, 2013. The booth had cats and dogs for participants to meet.

Eine irakische Asylbewerber-Familie ist bis auf Weiteres von ihren beiden Stubentigern getrennt: Obwohl Katzen generell in Mietwohnungen nicht  verboten werden können, erlaubt die Landesbehörde keinerlei Haustiere in der kommunalen Unterkunft. Kater Chico und Katze Noshe sind deshalb gezwungen, bis auf Weiteres im überfüllten, örtlichen Tierheim zu leben.

Das berichtet die Leipziger Volkszeitung. Sie hat die Familie Alogaili bei einem Besuch im Tierheim begleitet, der jedesmal tränenreich abliefe. Insbesondere die beiden Kinder der Familie, Tochter Sarah und Sohn Ali, würde die Trennung von ihren Samtpfoten sehr ans Herz gehen, berichtet die Zeitung.

 

Vater soll für Amerikaner gearbeitet haben

In dem Beitrag wird unter anderem auch geschildert, wie die Familie Alogaili nach Deutschland kam und was der Anlass für die Flucht aus dem Irak gewesen ist. So sollen die Familienmitglieder vor rund drei Jahren über das Meer geflüchtet sein, weil der Vater für ein amerikanisches Krankenhaus im Irak als Krankenpfleger gearbeitet habe.

In Deutschland angekommen habe die Familie zunächst in Dresden gelebt. Die Mutter hatte dort in einem Kindergarten gearbeitet. Als sie erfuhr, dass die Leiterin der Einrichtung zwei Katzenjunge abzugeben hatte, brachte sie die Tiere ihren Kindern als Geschenk mit nach Hause. Offensichtlich waren die Tiere in der dortigen Unterkunft noch kein Problem. Das ist in der neuen Unterkunft in Leisning bei Leipzig (Sachsen) anders.

Katzenhaltung untersagt: Behörde bleibt hart

Der Landkreis besteht darauf, dass die Tiere nicht in die Übergangswohnung der Familie Alogaili einziehen dürfen. Als Grund wird angegeben, das diese nach dem Auszug der Familie mit möglichst wenig Renovierungskosten im Vorfeld so schnell wie möglich weitervermietet werden könne:

„Flüchtlinge können dann über das Halten von Haustieren eigenverantwortlich entscheiden, wenn sie selbst eigene Mietverträge abschließen.“

So heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Landesbehörde. Die Tiere sollen unterdessen unter der Trennung von ihrer Familie sehr leiden, heißt es in dem Bericht weiter. Die Katzen seien abgemagert und wirkten traurig.

Beitragsbild (Symbolfoto): Marine Corps Base Quantico / Lance Cpl. Samuel Ellis / CC0
Den ganzen Bericht lest ihr in der Leipziger Volkszeitung (LVZ).

Autor(in) Cat News

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