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Babykatzen-Rettung an der Autobahn A52: Jetzt zählt jede Minute

An der Autobahn A52 zwischen Gelsenkirchen-Scholven und Dorsten (NRW) sollen an einem Feld bis zu acht Katzenbabys ausgesetzt worden sein. Zwei der Tiere sind bereits von vorbeirasenden Autos erfasst worden. Das Streunerkatzen-Projekt Dorsten versucht nun verzweifelt die übrigen Kätzchen einzufangen, bevor diese auch noch versuchen, die Autobahn zu überqueren. Gelingt das nicht, droht den erst wenige Tage alten Kätzchen zusätzlich der Tod durch Unterkühlung.

UPDATE (Montag, 14. Oktober)

Dem Streunerkatzen-Projekt ist es trotz zahlreicher Helfenden nicht gelungen, die verbliebenen Babykatzen aufzuspüren und zu retten. DIe Fallen sollen heute Abend eingesammelt werden:

Wie konnten die Katzen überhaupt in die Nähe der vielbefahrenen Autobahn kommen? „Die Tiere wurden wohl am Seitenstreifen ausgesetzt“, ist sich Conny Sander vom Streunerkatzen-Projekt Dorsten sicher. Bereits am Dienstag hatte sie in dem lokalen Radiosender Radio Vest einen Appell an die Autofahrer auf der A52 gesendet mit der Bitte, an der Stelle besonders vorsichtig zu fahren.

Mit so genannten Lebendfallen ist das Streunerkatzen-Projekt seit Dienstagabend rund um die Uhr im Einsatz, um die verbliebenen Babykatzen einzufangen.

„Die Chancen, dass die Babykatzen überleben, sinkt mit jeder Stunde. Sie sind noch klein und unterkühlt, außerdem haben sie nichts zu fressen, weil sie noch nicht eigenständig Mäuse jagen können.“

Letzte Chance ist jetzt ein Nachtsichtgerät

Glück im Unglück: Bereits am Mittwoch konnte ein vorbeifahrender Autofahrer zufällig zwei der Babykatzen sichten, einfangen und in Sicherheit bringen. In die Lebendfallen des Streunerkatzen-Projektes ist bisher lediglich ein Igel gegangen.

Eine Nachtsichtkamera soll nun helfen, den Standort der Kätzchen zu sichten und die Fallen noch einmal neu auszurichten: „Die Zeit, die ich jetzt noch habe, setze ich voll und ganz in diese Aktion“, schreibt Conny Sander auf Facebook. Ihre Fallen hat sie mit hochwertigem Futter bestückt, dass die ausgehungerten Katzen anlocken soll.

Ob die Katzen zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch leben, ist ungewiss.

Aussetzen von Tieren ist eine Straftat

Sich durch Aussetzung eines nicht gewollten Tieres zu entledigen, ist kein Kavaliersdelikt! So kann das Aussetzen eines Hundes oder einer Katze nach dem Tierschutzgesetz § 3 TierSchG § 18 Abs.1 mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.

Nicht von Belang ist, ob durch das Aussetzen eine konkrete oder abstrakte Gefahr für das Tier entsteht. So erfüllt zum Beispiel auch das Anbinden an einem Tierheimtor bereits den Tatbestand des Aussetzens.

Wer die Aussetzung der Babykatzen am Seitenstreifen zwischen Gelsenkirchen-Scholven und Dorsten beobachtet hat und Angaben zum Fahrzeug oder dessen Halter geben kann, kann sich an die zuständige Polizei-Dienstelle in Dorsten wenden: Tel. (0 23 62) 6 01 25 31.

 

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