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Aus Katzenliebe zur Täterin geworden: Münchnerin zu Strafe verurteilt

Ihre Zeit der Arbeitslosigkeit wollte Steffi L.* nicht mit herumsitzen verplempern. Über das Internet nahm sie Kontakt zur Tierschutzszene auf. Schon bald wurde sie in einer Gruppe aktiv, die sich schwerpunktmäßig um misshandelte Katzen kümmert. Offenbar taten ihr die Tiere so leid, dass sie auch vor vorsätzlichem Betrug nicht zurückschreckte.

Wegen Computerbetruges, Fälschung beweiserheblicher Daten und Vortäuschens einer Straftat ist die 34 Jahre arbeitsuchende Zahnarzthelferin zu einer Freiheitsstrafe von elf Monaten verurteilt worden.

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Laut Anklage hatte Steffi L. in mindestens sieben nachgewiesenen Fällen Katzenfutter, Katzenstreu, Lebensmittel, Haushaltsgeräte sowie einen Duschvorhang mit Katzenmotiv online bestellt – jedoch nicht an ihre eigene Adresse mit ihrem richtigen Namen, sondern an die Anschrift ihrer Mutter unter der Verwendung von Fantasienamen. Mehr als 1.500,00 Euro seien so zusammengekommen, welche die arbeitslose und dazu überschuldete Frau nicht tragen konnte.

Angeklagte „irgendwie hineingerutscht“ in den Betrug

Wie L. auf die Idee gekommen sei, Pakete auf falschen Namen zu bestellen, hatte die vorsitzende Richterin von der Angeklagten wissen wollen. Sie sei „da irgendwie hineingerutscht“, antwortete die Angeklagte sichtlich betreten:

„Es hört sich blöd an, aber ich bin da irgendwie reingerutscht. Wie man ja sieht, machen wir Tierhilfe. Helfen Katzen. Misshandelten Katzen. Wir brauchen Katzenfutter und Katzenstreu. Das Ganze fing an mit dem DHL. Im August oder September. Der hat geklingelt, ob ich für den Nachbarn Pakete annehmen könne.“

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Später seien weitere Dienste dazugekommen und weil bis dahin alles so reibungslos funktionierte, habe die Katzenliebhaberin bald auch an ihre eigene Anschrift Waren auf falschen Namen bestellt. Die Lieferungen habe sie dann einfach selbst entgegen genommen, für den Postboten sah es so aus, als nehme sie die Pakete für einen Nachbarn an.

Katzenfreundin erstattet ihrerseits Anzeige

Im vorigen Jahr flog die Nummer dann schließlich auf. Ein Inkasso-Unternehmen meldete sich unter der richtigen Anschrift von Steffi L., forderte die Bezahlung für eine größere Katzenfutterlieferung. Um den Hergang zu Verschleiern, erstattete die Katzenfreundin Anzeige gegen Unbekannt wegen angeblichen Datenmissbrauchs. Doch der Verdacht richtete sich aufgrund der immer gleichen Lieferadresse bald gegen die Anzeigenerstatterin selbst.

Es kam, wie es kommen musste: Schon bald tauchte die Polizei in der Wohnung von Steffi L. auf, die arbeitslose Zahnarzthelferin musste sich während einer Wohnungsdurchsuchung einem polizeilichen Verhör unterziehen. Kurz darauf wurde auch die Wohnung ihrer Mutter durchsucht. In beiden Wohnungen stellte die Polizei Waren sicher, die in Zusammenhang zum angeklagten Betrug stehen.

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Die Vollstreckung der Freiheitsstrafe in Höhe von insgesamt elf Monaten hat das Amtsgericht München vorerst zur Bewährung ausgesetzt. Als Bewährungsauflage soll Katzenfreundin 20 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.

*Name geändert

Via Abendzeitung-München.de

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