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Aufruf der Polizei: Wer lockt Katzen mit Fischresten in diese Bärenfalle?

Sie ist so groß und schwer, dass sie auch sogar locker einen Menschenknochen brechen könnte: Mit einer so genannten Tellereisen-Falle wie auf dem unten stehenden Bild zu sehen, versucht derzeit ein Unbekannter Katzen zu locken – mit Fischresten, wie die Polizei mitteilt. Die Bevölkerung bittet um Mithilfe auf der Suche nach dem Tierquäler.

(02.09.2019) Montagnacht ging dem unbekannten Tierquäler bereits eine Katze in die Falle. Das Tier hatte Glück im Unglück, da es offenbar zeitnah von Passanten gefunden und zur örtlichen Tiernothilfe gebracht wurde.

Walter Theiß von der Tiernothilfe Sondershausen (Thüringen) kümmert sich derzeit um die dreifarbige ‚Glückskatze‘ Nach dem Besuch beim Tierarzt steht nun fest: Richtig laufen wird das verletzte Tier wohl nie wieder können:

„Eine so große Falle habe ich persönlich noch nie gesehen. Das Ding wiegt locker 5 Kilogramm“

Fallen von einem solchen Format sind normalerweise nur in den USA erhältlich und werden dort zum Bärenfang eingesetzt. Walter Theiß hat Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei Sondershausen gestellt. Auf Facebook sucht er nach den Besitzern der Katze. In der Gegend seien in letzter Zeit schon öfter Katzen spurlos verschwunden, wie er den Beamten zusätzlich mitteilt.

Polizei bittet Bevölkerung um Mithilfe

Die Polizei ermittelt jetzt wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz und fragt: Wer in Sondershausen, Mühlhausen, Sangerhausen oder Nordhausen kennt jemanden, der eine wie oben beschriebene Falle besitzt? Wer kennt den Besitzer der dreifarbigen Katze, die dem Tierquäler in die Falle geraten ist?

Wer ist möglicherweise Zeuge geworden, wie der Täter die Falle „scharf gestellt“ hat? Wer hat sonst etwas Verdächtiges in der Gegend rund um die Martin-Andersen-Nexö-Straße beobachtet? Hinweise nimmt die Polizei unter Tel. (03 63 2) 66 10 entgegen.

Tierschutzorganisation Peta: Wer Tiere quält, quält bald auch Menschen

Seit Jahren warnt die Tierrechtsorganisation vor Zusammenhängen zwischen Tierquälerei und Gewaltdelikten an Menschen. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte seien sich einig, dass Vergehen an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit benötigen. 80 bis 90 Prozent aller extremen Gewalttäter hätten zuvor bereits Tiere gequält.

Judith Pein, Sprecherin von Peta sagt dazu:

„Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer wehrlose Tiere aus Spaß quält, der schreckt möglicherweise auch nicht vor Gewalttaten gegenüber Menschen zurück.“

P.S.: Auf Cat-News berichten wir normalerweise nicht über Tierquälerei. Weil der Täter aber noch nicht gefasst ist, möchten wir einerseits Katzenhalter in Thüringen warnen und andererseits eine mögliche Ergreifung des Tierquälers unterstützen.

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