30 todkranke Katzen von Obdachlosigkeit bedroht: Wer hilft der Tierschützerin aus Bayern?

katzen hospiz

Wer eine neue Wohnung sucht und Haustiere hält, hat es schwer auf dem Wohnungsmarkt. Selbst der Bürgermeister konnte der Tierschützerin nicht helfen, eine neue Unterkunft für sich und ihre Schützlinge zu finden. Zum 31. März müssen alle Bewohner die Wohnung verlassen.

Eine Wohnung zu finden mit 30 Katzen, das hört sich im ersten Moment an wie ein Ding der Unmöglichkeit. Doch es sind nicht irgendwelche Tiere, die in Moni Loewenkofers Katzen-Hospiz leben:

„Es sind mal 20 Katzen, mal 25 und zu Spitzenzeiten bis zu 30 Katzen. Ich lehne keinen Notfall ab. Die Tiere kommen aus der Vergessenheit und Einsamkeit und ich schicke keines dorthin zurück!“

Es ist ein starkes Statement einer Frau, die seit mehr als zehn Jahren im Tierschutz aktiv ist. Die Katzen, die bei ihr Obhut finden, eint eine traurige Gemeinsamkeit: Sie alle haben vermutlich nicht mehr lange zu leben.

Die Tierschützerin will den armen Seelen, die ihr vom Tierheim vermittelt werden, einen schönen Lebensabend bieten. Es sind Katzen, die keine Chance mehr auf eine Vermittlung haben, weil sie alt, krank oder beides zugleich sind.

Viele der Tiere, so sagt sie, hatten noch nie ein liebevolles Zuhause. Bei ihr erfahren die Katzen dann zum ersten Mal in ihrem Leben Geborgenheit, Fürsorge und Wärme:

„Es ist schön zu sehen, wenn die Katzen hier noch einmal aufblühen und wenn es auch nur für wenige Tage oder Wochen ist. Ich möchte einfach nur, dass es ihnen gut geht. Dass sie keine Angst haben, oder ums Überleben kämpfen müssen.“

Leben mit dem Sterben

Für kaum einen Katzenhalter ist es leicht, ein geliebtes Tier gehen zu lassen, wenn die Zeit gekommen ist. Die meisten von uns möchten dieses Thema am liebsten verdrängen.

So lange es einem Tier gut geht, ist das meist auch problemlos möglich. Doch spätestens, wenn sich im fortgeschrittenen Katzenalter eine chronische Erkrankung ankündigt, ist der Gedanke da: Unsere gemeinsame Zeit auf dieser Erde ist endlich.

Obwohl ihre Schützlinge in der Regel nur kurz bei ihr sind, fällt es Moni Loewenkofer noch immer schwer, sich an den Tod zu gewöhnen.

Trotzdem ist die Tierschützerin festentschlossen in ihrer Mission:

„Ich bin jedes Mal vollkommen fertig, wenn eine Katze gehen muss. Mir hilft dann vor allem der Gedanke an die anderen Tiere, die mich ja weiterhin brauchen und für die ich da sein und stark bleiben muss.“

Neues Zuhause für Tierschutzkatzen in Dettelbach (Landkreis Kitzingen in Bayern) dringend gesucht!

Moni Loewenkofer und ihre rund 30 Schützlinge stehen akut vor der Gefahr, ihr Zuhause zu verlieren. Die Vermieterin hat Eigenbedarf für ihre Wohnung geltend gemacht und ihrer Mieterin gekündigt. Zum 31. März muss sie die Wohnung mit ihren Katzen verlassen.

„Ich finde einfach keine Wohnung für mich und die Tiere. Ich habe sogar schon den Bürgermeister um Hilfe gebeten, doch selbst der konnte nicht helfen.“

Gesucht wird ein Haus oder eine Wohnung von rund 90 qm Wohnfläche, vorzugsweise in Dettelbach im Landkreis Kitzungen, oder in einer der angrenzenden Gemeinden. Große Ansprüche an ihr neues Zuhause stellt die Tierschützerin keine:

„Es darf gerne renovierungsbedürftig sein. Zugige Fenster und alte Dielenböden sind kein Problem. Hell sollte es sein und grundsätzlich bewohnbar muss es sein, das ist mir wichtig.“

Wer etwas passendes anbieten kann oder einen Tipp für die Tierschützerin hat, kann unserer Redaktion schreiben: Redaktion(at)cat-news.net.

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Datum: 08.01.2021

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