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Zu bissig: Gericht schränkt Freigang für Kater Ludwig ein

„Wir können uns das nicht erklären“, sagt Ludwigs Herrchen Franz O. vor dem Verwaltungsgericht in Ingolstadt. Dort musste der 41 Jährige in der vorigen Woche Rechenschaft zum Verhalten seines Katers ablegen, denn Ludwig soll ein Kind gebissen haben. Am Ende steht fest: Freigang gibt es ab jetzt nur noch unter Auflagen für das Tier.

 
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Eigentlich sei sein Ludwig ein friedliches Tier, ein regelrechter Schmusekater: „Es war noch nie was, selbst wenn zehn Kinder um ihn rumstehen, ihn streicheln und ihm nachjagen“ zitiert die Zeitung Bayerischer Merkur Franz O., die aktuell von dem Fall berichtet.

Obwohl er selbst schon von Ludwig „gezwickt“ worden sein soll, glaubt der 41 Jährige, dass sein Kater geärgert wurde und deshalb zubiss. Im Februar hatte Ludwig einen Nachbarsjungen angegriffen, der den Kater streicheln wollte. Der Achtjährige sei nach der Beissattacke so schwer verletzt gewesen, dass er für mehrere Tage ins Krankenhaus musste, schreibt die Zeitung weiter.

Nicht zum ersten Mal gebissen

Zum ersten Mal hatte Ludwig offensichtlich nicht zugeschnappt: Bereits im vergangenen Jahr hatte der Kater ein Mädchen heftig gebissen, wie jetzt vor Gericht bekannt wurde.

Im April dieses Jahres sendete die Gemeinde dann eine Anordnung per Brief an die Familie O.: Der bissige Kater dürfe ab sofort das Grundstück seiner Halter nicht mehr verlassen.

Das allerdings ist schwer einzuhalten für eine Katze, die freien Auslauf gewohnt ist. Vor allem die Kinder der Familie O. sorgten sich, dass man ihnen ihren samtpfötigen Freund wegnehmen könnte, wenn der sich nicht an die Anordnung halte.

Ludwig darf in den Freigang – unter Auflagen

Vor Gericht versuchte Familie O. nun, die strenge Anordnung anzufechten – mit Erfolg! Den Vorschlag zur Güte machte Ludwigs Herrchen selbst: Damit seine Kinder ihren Stubentiger auf jeden Fall behalten könnten, werde Ludwig von jetzt an nur noch nachts nach Draußen gelassen.

Nachts seien die Nachbarskinder im Bett und Ludwig sei ohnehin viel lieber in den Abendstunden auf Freigang. Von 7 bis 21 Uhr allerdings steht der Kater unter strengem Hausarrest.

Foto: Symbolbild

 

 
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