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Ist die Winkelspinne eine Gefahr für Katzen?

Die Winkelspinne ist weltweit auf dem Vormarsch. Das Tier ist etwa so groß wie ein Handteller und somit die größte  Spinnenart Deutschlands. Im Winter nistet sich die Spinne mit Vorliebe in Wohnungen ein. Der Biss einer Winkelspinne kann giftig sein. Ist das Tier eine Gefahr für Katzen, wenn sie danach jagen?

 
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Die Winkelspinne erobert Deutschland! Während das Tier im vergangenen Jahr noch vorwiegend in Nordrhein-Westfalen und Bayern anzutreffen war, fühlt sie sich inzwischen auch in anderen Bundesländern wohl.

Bedingt durch den feucht-warmen Sommer konnte sich die Spinne gut vermehren. Sobald es draußen ungemütlicher wird, begibt sich das Tier auf die Suche nach einem warmen Plätzchen zum Überwintern. Aus diesem Grund ist sie zur Zeit auch wieder verstärkt in Wohnungen anzutreffen – nicht immer zur größten Freude der Bewohner.

Winkelspinnen sind giftig und werden deshalb von vielen Menschen gefürchtet. Doch die gute Nachricht ist, dass ein Biss nur selten kräftig genug ist, um die menschliche Haus zu durchdringen. Die Folgen eines Biss sind mäßig. Sie erklärt Biologe Dr. Marcus Schmitt gegenüber dem Hamburger Abendblatt so: „Ein leichtes Brennen, eine leichte Rötung, die nach wenigen Stunden vergehen.“

Winkelspinnen erkennen und Tipp zum Entfernen

Wer eine Winkelspinne im Haus findet, solle deshalb als erstes versuchen, Ruhe zu bewahren, empfiehlt der Biologe. Mit Hilfe eines Glases und einem darunter geschobenen Pappkarton können die Tiere eingefangen und ganz einfach wieder nach Draußen befördert werden. Das allerdings kann durchaus einiges an Überwindung kosten, denn mit einem Durchmesser von rund 15 cm wirken die Tiere ganz schön imposant.

Ein weiteres Erkennungsmerkmal ist eine deutliche Einschnürung des Spinnenleibs, wodurch das Tier klar in einen Vorder- und Hinterkörper geteilt ist. Bei männlichen Spinnen sind die Beine rund dreimal so lang wie der restliche Körper, bei den Weibchen sind sie etwa doppelt so lang.

Winkelspinne eine Gefahr für Katzen

Foto: Pixabay

Wie gefährlich ist die Winkelspinne für Katzen?

Wer Katzen hat weiß, dass die Tiere es lieben, Spinnen in der Wohnung nachzujagen. Das ist in der Regel auch überhaupt nicht schlimm, doch viele Katzenhalter sorgen sich angesichts der derzeit vermehrten Berichterstattung über die rasante Verbreitung der Winkelspinne, ob speziell diese Art ihren Stubentigern nicht doch gefährlich werden könnte.

Diese Sorge scheint zumindest nach Ansicht von Biologen unbegründet zu sein. Im Gegenteil: Wer eine Katze hält kann von Glück reden, wenn das Tier sich auf die Jagd macht, wenn eine Winkelspinne durch die Wohnung krabbelt. Selbst wenn Katzen solch eine Spinne komplett verspeisen, reiche ihr Gift nicht für eine Vergiftung aus: „Das ist völlig unbedenklich – jedenfalls für die Katze“, scherzt der Fachmann Dr. Marcus Schmitt.

Winkelspinne vom Haus fern halten: Fliegengitter helfen

Wer Winkelspinnen lieber komplett von der eigenen Wohnung fernhalten möchte, kann dies Mithilfe von stabilen Fliegengittern bewerkstelligen:

Im Katzenhaushalt können leider auch schnell Schäden an Fliegengittern und Co. entstehen. Erste Hilfe gegen kleinere und größere Risse im Fliegengitter, welche durch Katzenkrallen verursacht wurden, ist mit diesem transparenten Fliegengitterband zum Glück schnell zur Hand.

 
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Featured Image: Spencer9/Cat and Canesspider are Friends/CC-BY

 
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