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Weil sie ihre Katzen verhungern ließ: Frau aus Bonn heute zu Geldstrafe verurteilt

Sie hatte ihren Kater und dessen Mutter zwei Wochen lang allein in ihrer Wohnung zurück gelassen. Eines der Tiere hat das nicht überlebt.

Die heute vor dem Amtsgericht Siegburg verhandelte Tat ereignete sich im Januar dieses Jahres in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses in Hennef (bei Bonn, NRW). Nachbarn hatten das Wehklagen der beiden Katzen aus der Wohnung der Angeklagten seit Tagen gehört. Am 17. Januar alarmierten sie schließlich das Ordnungsamt. Mit Hilfe der Polizei wurde die Wohnung der Frau aufgebrochen.

Den Anblick, der sich den Beamten dann beim Betreten der Wohnung bot, kann man nur als gruselig beschreiben: Die Katzenmutter, herunter gemagert bis auf die Knochen, lag völlig apathisch neben ihrem bereits zu Tode gehungerten Sohn.

Katzenmutter hat überlebt

Dem schnellen Handeln von Ordnungsamt und Polizei ist es zu verdanken, dass die Katzenmutter heute noch lebt. Sie brachten sie ins Tierheim, wo man sie mit viel Zuwendung inzwischen wieder aufpäppeln konnte.

Am heutigen Freitag musste sich die Halterin gegenüber dem Richter für die Vernachlässigung ihrer Tiere verantworten. Laut Urteil habe sie den Katzen vermeidbare Schmerzen zugefügt und in einem Fall sogar den Tod herbeigeführt. Das wurde als Tierquälerei bezeichnet.

Nach dem Grund für ihr fahrlässiges Handeln befragt entgegnete die Frau, dass sie ihre Mutter hätte pflegen müssen. Einen Freund hätte sie in der Zeit mit der Versorgung ihrer Tiere beauftragt. Ihren Grund konnte der Richter nicht als strafmildernd anerkennen: Die Angeklagte hätte dafür Sorge tragen müssen, dass der Freund vertrauenswürdig ist und seiner Verpflichtung auch nachkommen würde. Sie wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 1125 Euro verurteilt.

Quelle: RP-Online

Hinweis: Das Bild dieses Beitrags ist ein Symbolfoto und steht in keinem Zusammenhang zur Nachricht.

Featured Image: Isabelle Blanchemain / CC-BY

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