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Warum Katzen sich gegenseitig am Hintern riechen

Wer in einem Katzenhaushalt mit mehreren Tieren lebt, kennt das Phänomen: Unsere Mietzen riechen sich einfach gern gegenseitig an ihren Hintern. Was dahinter steckt und warum sie auch uns Menschen ihr Hinterteil zum Schnuppern anbieten.

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Jemand anderem am Hintern zu riechen, ist eine unschöne Vorstellung – jedenfalls, wenn man ein Mensch ist. Für unsere Katzen ist es das Normalste auf der Welt und die leichteste Art sich gegenseitig kennenzulernen.

Katzennasen sind um ein vielfaches empfindlicher, als unsere Nasen. Beschnuppern sich Katzen zur Begrüßung am Hinterteil, sind sie in der Lage wichtige Informationen über den anderen zu erhalten: Welches Geschlecht hat die andere Katze? Ist sie gesund? Ist sie paarungsbereit?

Diese und andere wichtige Informationen nehmen unsere Katzen mit Hilfe eines besonderen Organs innerhalb ihres Riechapparats, dem vomeronasalen Organ, auf.

Flehmen – Düfte gleichzeitig riechen und schmecken

Vor allem bei unkastrierten Katzen kann das Hinternschnuppern ein weiteres Phänomen mit sich bringen, das so genannte Flehmen. Dieses Verhalten kommt bei einer ganzen Reihe von Säugetieren vor, jedoch nicht beim Menschen.

Flehmen bezeichnet das Wittern von Gerüchen, vor allem von Sexuallockstoffen. Das Tier öffnet dazu sein Maul und kann auf diese Weise einen Duft zur selben Zeit riechen und schmecken.

Warum drücken Katzen auch Menschen ihre Hintern ins Gesicht?

Wem als Mensch von einer Katze das Hinterteil ins Gesicht gedrückt wird, darf sich übrigens geehrt fühlen. Es ist ihre besondere Einladung an uns, sie näher kennenzulernen.

Dass wir kein Interesse haben ihre Hintern zu beschnuppern, ahnen Katzen höchst wahrscheinlich nicht: Experten vermuten, dass Katzen uns nicht als Menschen sehen, sondern uns eher für große Katzen halten.

 

Featured Image: © Robert Couse-Baker /Cat-News.net/ CC-BY

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