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Wenn sie macht, was sie nicht soll: 6 Tipps für verhaltensauffällige Hauskatzen

Hauskatzen leiden manachmal unter psychischen Problemen, die sich durch unangenehme Verhaltensweisen wie Urinieren außerhalb des Katzenklos oder spontanen Beißattacken ihren Ausdruck verschaffen. In diesem Beitrag erfährst du, wie du ihr helfen kannst, sich wohlzufühlen.

 

Hauskatzen können genau wie wir Menschen psychische Beschwerden entwickeln. Der Unterschied ist, dass man eine Katze schlecht auf die Couch beim Psychiater setzen und sie auffordern kann, aus ihrer schwierigen Kindheit zu erzählen.

Hauskatzen sind prinzipiell nicht unglücklicher, als ihre Artgenossen mit Freigang. Für Halter kann es aber sinnvoll sein, problematisches Verhalten und die Ursachen dafür möglichst frühzeitig zu erkennen oder am besten ganz vorzubeugen. Elise Christensen, eine renommierte Tierärztin und Verhaltensforscherin aus New York, hat hierzu ein paar hilfreiche Tipps.

1. Die Umwelt von Hauskatzen naturfeundlich gestalten

Den Freigang kann es vieleicht nicht ersetzen, doch Materialien aus der Natur können helfen, die Neugier von Hauskatzen zu wecken. Bring ihr doch öfter mal ein paar Federn, kleine Äste, Eicheln oder Kastanien mit. Federn kannst Du zum Beispiel auch von Außen ans Fenster hängen, um deiner Katze eine kleine Abwechslung zu bieten.

2. Mehr Bewegung beim Spielen durch aufziehbares Spielzeug

Viele Katzen lieben aufziehbare Spielzeuge. Im Tierfachgeschäft findet man öfter auch mal aufziehbare Mäuse speziell für Katzen. Aber Achtung: Bei sehr ängstlichen Katzen kann es vorkommen, dass sie sich fürchten. Darum sollte man vorsichtig sein beim Testen mit motorisierten Spielzeugen.

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3. Gib‘ ihr die Möglichkeit, auch einmal ihre Perspektive zu verändern

Ein Ausguck in luftiger Höhe ist etwas, das viele Katzen wie magisch anzieht. Drei bis vier einfache Bretter aus dem Baumarkt, die an die Wand gedübelt werden, sind schon ausreichend.

4. Überraschungen versüßen das Leben!

Überrasche deine Katze immer mal wieder mit neuen Spielmöglichkeiten. Eine Papiertüte, ein Karton oder ein Bällchen aus Papier können eine willkommene Abwechslung sein. Lass deine Fantasie spielen und versuche die Welt ein wenig mehr mit Kinderaugen zu sehen. Dann entdeckst Du garantiert einige Dinge in deinem Haushalt, die deiner Katze eine kleine Freude machen können!

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5. Wecke ihren Jagdinstinkt

Oft vergessen wir bei unseren Schmusetigern, dass sie in Wahrheit eigentlich kleine Minitiger sind, die es gewohnt sind ihre Nahrung zu jagen. In der Natur fangen sie bis zu 20 kleinere und größere Beutetiere pro Tag, um satt zu werden. Auch in der Wohnung kannst Du deiner Hauskatze dieses Erlebnis bieten, wenn natürlich auch in abgespeckter Version. Trockenfutter oder Leckerlis, wie zum Beispiel die unserer Lieblingsmarke Purina, können in einem alten Socken versteckt werden, den die Katze dann „knacken“ muss. Versuch‘ es ruhi einmal, Du wirst überrascht sein, wie viel Spaß es ihr macht.

6. Kuscheleinheiten nicht übertreiben

Ist eine Katze gestresst, sind leider manchmal wir Halter das eigentliche Problem. Zu viel Geschmuse kann manche Katzen überfordern und sie leicht aggressiv werden lassen. Hast Du den Eindruck, dass deine Katze sich das Gestreicheltwerden nur gerade so gefallen lässt, solltest Du lieber ein wenig kürzer treten mit den Schmuseeinheiten. Übertreibe es nicht mit dem Streicheln und gönn deiner Katze auch mal eine Pause!

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Noch ein wichtiger Tipp zum Schluss: Katzen sind und bleiben für uns Menschen rätselhafte Wesen. Sehr tiefsitzende Störungen können mit den hier genannten Tricks vielleicht nicht zur vollen Zufriedenheit gelöst werden.

Insbesondere Katzen, die plötzlich unsauber werden und wahllos auf die Couch oder ins Bett pinkeln, sind ein Fall für den Tierarzt. Auf keinen Fall solltest Du deine Katze dafür anschreien oder bestrafen! Sie wird dich nicht verstehen und ihr Verhalten ist in hartnäckigen Fällen Ausdruck eines großen Leidens! Ein Tierarzt sollte dann abklären, ob eventuell auch ein orangisches Problem dahinter steckt.

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