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USA: Tausende Hunde und Katzen entkommen per Flugzeug ihrer Tötung

Es ist eine riesige Aktion, die im Vorfeld viel Organisation bedeutete: Privatleute haben in den USA tausende Hunde und Katzen mit Flugzeugen in den sicheren Norden des Landes gebracht. Es wäre ihr Todesurteil gewesen, wären sie in den kalifornischen Tierheimen geblieben. Denn anders als im Norden der USA, sind gezielte Tötungen im Süden an der Tagesordnung.

 
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Auf vielen amerikanischen Nachrichtenseiten war die Rettungsaktion ein Top-Thema. Dabei ist es nicht die erste Aktion dieser Art: Regelmäßig lassen die Wings of Rescue, eine private Tierschutz-Initiative, von Euthanasie bedrohte Heimtiere in sichere Teile des Landes transportieren. So viele Tiere wie jetzt hatten die Wings of Rescue allerdings bisher noch nie auf einmal retten können. Zwei Großflugzeuge und 23 Kleinflugzeuge waren im Einsatz, um insgesamt 1.100 Tiere deutlich weiter als 1.000 Kilometer zu transportieren. Die beteiligten Piloten waren allesamt ehrenamtlich im Einsatz.

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Foto: Facebook Wings of Rescue

„Flying home for Christmas“

Unter dem Slogan „We are flying them for the holidays – and forever“ hatten die Wings of Rescue ihre Freunde und Unterstützer via Facebook zu den Rettungsflügen auf dem Laufenden gehalten und auch über die geglückte Aktion informiert: „Wir haben gebetet, dass alles klappen wird. Danke Wings of Rescue!“, schreibt ein Fan auf der Seite.

Mittlerweile haben sich dort auch schon zahlreiche Interessenten gemeldet, die gerne ein gerettetes Tier adoptieren würden. „Ich habe vor fünf Jahren meinen geliebten Hund verloren“, schreibt eine Frau. „Wo kann ich die geretteten Tiere kennenlernen?“.

Katzen reisten rund 1.700 Kilometer

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Foto: Facebook Wings of Rescue

Nachdem die Wings of Rescue die Tiere aus den kalifornischen Tötungsstationen gerettet hatten, wurden sie auf Heime in ganz verschiedenen Städten im Norden und Nordwesten des Landes verteilt. So landeten zahlreiche Katzen beispielsweise in der Großstadt Seattle im US-Bundesstaat Washington.

Rund 1.700 Kilometer trennen Kalifornien von Seattle, die Tiere mussten also eine ganze Weile in ihren schmalen Transportboxen ausharren. Überstanden haben sie das aber offensichtlich ziemlich gut, wie Aufnahmen der Seattle Area Feline Rescue (Katzenrettung im Großraum Seattle) zeigen, die sich um viele der Tiere nun zunächst einmal kümmern wird.

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Foto: Seattle Area Feline Rescue

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Foto: Seattle Area Feline Rescue

„Diese Katzen und ihre Freunde sind sehr glücklich, heute Abend in Seattle gelandet zu sein“, schreibt eine Tierschützerin der Katzenrettung von Seattle auf der Wings of Rescue Facebook-Seite.

In den kommenden Tagen wollen die Wings of Rescue weitere 200 Katzen ausfliegen, heißt es. Eigentlich hätten die Tiere schon am Samstag die Tötungsstationen in Los Angeles verlassen sollen, was aber aufgrund des schlechten Flugwetters nicht möglich gewesen ist.

Warum werden Katzen im Süden der USA getötet und im Norden nicht?

Im Norden der USA gibt es weit weniger Probleme mit Streunerkatzen, weshalb Tötungen eher unüblich sind. Die Populationen sind überschaubarer, als die der Tiere im Süden der USA. Dort können sich unkastrierte herrenlose Katzen aufgrund des warmen Wetters zügig fortpflanzen. So kommt es, dass viele Tierheime in Wahrheit Tötungsstationen sind. Nach einer bestimmten Frist werden die Tiere zur Euthanasie freigegeben, sollte sich niemand finden, der sie adoptieren möchte. Betreiber dieser Heime betonen regelmäßig, dass sie nicht anders könnten, als an dieser Praxis festzuhalten.

 
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via Seattle Times

Featured Image: Facebook Wings of Rescue

 
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