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Maikatzen kennt jeder, aber was sind Stoppelkatzen?

Heute ist kalendarischer Herbstanfang – Grund genug dem Phänomen der Stoppelkatzen einmal auf den Grund zu gehen. Woher kommen sie und stimmen die Gerüchte über sie wirklich? Dieser Beitrag fasst die wichtigsten Fakten zusammen.

 
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Vor allem in ländlichen Gegenden ist der Begriff der Stoppelkatze noch heute vielen geläufig. Bezeichnet werden damit Kätzchen, die in einer bestimmten Jahreszeit, nämlich dem Herbst, zur Welt kommen. Maikatzen werden nach dem Monat Mai benannt, weil sie im Frühling geboren werden. Doch woher hat die Stoppelkatze ihren Namen?

Wann werden Stoppelkatzen geboren?

Eigentlich müsste die Stoppelkatze Septemberkatze heißen. Der Grund, warum die zu Anfang Herbst geborenen Katzen Stoppelkatzen genannt werden, ist in der traditionellen Landwirtschaft zu suchen. Wenn zu dieser Jahreszeit auf dem Land die Felder abgeerntet werden, bleiben dort Stoppeln zurück. Weil Septemberkatzen ein bestimmtes äußeres Erscheinungsbild zugeschrieben wird, hat sich der Begriff der Stoppelkatze für sie über die Jahrhunderte hinweg etabliert.

Maikatzen sind gesünder als Stoppelkatzen – stimmts?

Es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass Maikatzen stabiler und gesünder seien, als ihre im Herbst geborenen Artgenossen. Früher hat das wohl auch tatsächlich zugetroffen, denn Katzen wurden nur selten gefüttert und mussten sich ihre Nahrung vor allem selber jagen.

In der Sommerzeit fiel das jungen Kätzchen deutlich leichter, weil das Nahrungsangebot zu dieser Zeit viel größer war, als im Winter. Die Herbstkätzchen hingegen hatten noch zusätzlich mit sinkenden Außentemperaturen zu kämpfen. Aus diesem Grund stellt man sich bis heute unter einer Stoppelkatze ein zierliches und unterernährtes Wesen vor.

Sind Stoppelkatzen heute kein Thema mehr?

Seit Katzen nicht mehr ausschließlich auf Bauernhöfen leben, ist die Sterblichkeitsrate von Stoppelkatzen stark zurück gegangen. In der menschlichen Obhut bekommen die Tiere immer genügend Futter, unabhängig von der Jahreszeit. Bei wildlebenden Katzen kann man das „Stoppelkatzen-Phänomen“ jedoch bis heute beobachten. Auch auf manchen Bauernhöfen sind noch typische Stoppelkatzen unterwegs.

Featured Image: © brett jordan / CC-BY

 
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