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Skurrile Katzen-Rettung in Bonn löst Shitstorm auf Facebook aus

„Unfassbar, vollkommen unnötig“ schreibt ein Facebook-User unter dem Video eines Passanten. Seine Aufnahmen zeigen eine Katzen-Rettung in der Bonner Innenstadt mit Hilfe der Feuerwehr. Der allgemeine Tenor in den Kommentaren hält das für eine grundlose Verschwendung von Steuergeldern.

 
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Die Rettung einer Hauskatze in der Bonner Innenstadt löst gerade hitzige Diskussionen auf Facebook aus. Ein Bonner hat die Szene zufällig gefilmt und auf Facebook online gestellt. Seine Aufnahme zeigt eine Katze, die auf der Markise eines Geschäfts sitzt. 46.933 Aufrufe hat das Video bisher erzielt und es könnten leicht noch einige mehr werden.

Was ist zu sehen? Zwei Feuerwehrmänner stehen auf der Plattform einer Drehleiter in knapp 2,5 Metern Höhe. Ihre Mission: Die ausgebüchste Mieze von der Markise retten! Die Leiter fährt herunter, die Feuerwehrmänner sammeln die Katze ein, fahren ein wenig hin und her und setzen sie schließlich in das geöffnete Fenster der Wohnung, aus der sie vermutlich auch gekommen war. Alles unter dem Gelächter der umstehenden Passanten, die die Aktion für offensichtlich übertrieben halten.

Tatsächlich hätte sich die Katze vielleicht genauso gut selbst retten können: Das Fenster, aus dem sie wohl ach geklettert kam, ist nämlich nur rund 50 cm von der Markise entfernt. „Ein schönes Beispiel für die Verursachung unnötiger Einsätze für die Feuerwehr… “ oder „Die Katze wäre auch von alleine wieder ins Fenster gesprungen. Wer ruft denn da die Feuerwehr?“, sind nur zwei von vielen fassungslosen Kommentaren, die unter dem Video zu lesen sind.

Was die Feuerwehr zu dem Einsatz sagt

Inzwischen hat sich auch die Bonner Feuerwehr zu dem Einsatz zu Wort gemeldet, der in den sozialen Netzwerken einige Wogen geschlagen hat. Die tatsächliche Situation der Katze sei am Telefon nicht zu klären gewesen und so habe man, wie in solchen Fällen üblich, den Einsatzwagen-Tierrettung geschickt.

In den umliegenden Geschäften hätten die Feuerwehrleute zuvor nach einer einfachen Leiter gefragt. Solch eine Leiter sei nämlich nicht Teil des Einsatzwagens. Weil sie aber keine Leiter bekommen hätten, musste die Drehleiter zum Einsatz gebracht werden, um die Katze von der Markise zu retten.

Steuerzahler müssen die Tierrettung bezahlen

Nachdem sie das Tier in das Fenster gesetzt hatten, stiegen auch seine Retter in die Wohnung. Sie hätten nachsehen wollen, ob sich die Besitzer der Katze in der Wohnung befänden und ob es ihnen gut gehe. Weil sich zu dem Zeitpunkt aber niemand in der Wohnung aufhielt, falle der Einsatz unter die Tierrettung und werde somit vom Steuerzahler finanziert.

via General-Anzeiger

Featured Image: Screenshot / Uwe Krims

 
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