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Schlingen aus Draht sollten wilde Katzen töten

In Pforzheim hat die Polizei einen Tierquäler gestellt, noch bevor er größeren Schaden anrichten konnte. Angeblich wollte der Mann durch seine irre Aktion Singvögel und Kleintiere vor freilaufenden Katzen schützen.

Zuhause hatte der 60-Jährige mehrere Schlingen aus Draht gebastelt. Sollte eine Katze hindurch laufen, würde sich die Schlinge zuziehen und das Tier zu Tode strangulieren, so sein Plan.

 
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Heimlich hatte der Katzenjäger anschließend seine „Bastelarbeiten“ auf einer großen Wiese auslegt. Dort hatte der vorgebliche Tierfreund in der Vergangenheit mehrere freilaufende Katzen beobachtet. Diese seien eine Bedrohung für Singvögel und Siebenschläfer, versuchte er der Polizei zu erklären.

Bevor die Polizei den Mann jetzt erwischen konnte, war dem Tierquäler bereits ein Tier in die Falle gegangen: Ein Anwohner fand in der Nähe des Fundorts der Drahtfallen eine Katze, die eine eng zusammengezogene, abgerissene Drahtschlinge um den Hals trug. Er hatte das halbwilde Tier ab und zu gefüttert und bemerkte die Schlinge beim Streicheln: „Die Schlinge war am Limit, eng zugezogen, unter dem Fell kaum zu bemerken“, wie er der Pforzheimer Zeitung mitteilte.

Nachdem er dem Tier die Schlinge abgenommen hatte, informierte der Mann die Polizei und die lokale Tageszeitung über seinen Fund. Wie die Polizei den Täter überführen konnte, ist nicht bekannt. Der Katzenjäger hat bereits ein Geständnis abgelegt und muss sich demnächst wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz vor Gericht verantworten.

Quelle: Pforzheimer Zeitung

Featured Image (Symbolbild): A little bit shy / R∂lf Κλενγελ / CC-BY-2.0

 
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