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Schlimmer Verdacht: Dieser Katzen-Parasit soll Selbstmordgedanken auslösen können

Die Vorstellung könnte direkt aus einem Horrorfilm stammen: Wissenschaftler glauben, dass ein Parasit dazu in der Lage ist, Menschen in den Selbstmord zu treiben. Seit Längerem ist bekannt, dass Toxoplasma gondii vor allem im Katzen-Urin vorkommt.

Doch kann dieser Parasit auch das Verhalten ihrer Halter beeinflussen? Fakt ist: Überträgt sich Toxoplasma gondii von der Katze auf den Menschen, kann er Zysten im Muskel- und Nervengewebe bilden. Das klingt zwar äußerst ekelhaft, ist aber normalerweise ohne Gefahr für die menschliche Gesundheit. Nur selten wird dieser Vorgang überhaupt von den Betroffenen bemerkt. Symptome gibt es so gut wie nie.

 
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Jetzt wird allerdings spekuliert, dass der Katzen-Parasit fähig sein könnte, die Wahrscheinlichkeit für einen Selbstmord zu erhöhen. Ist ein Mensch ohnehin selbstmordgefährdet, würde sich im Zusammenwirken mit dem Parasiten die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass diese Gedanken in die Tat umgesetzt werden. Verschiedene Studien haben diesen Verdacht nun erhärtet.

Toxoplasmose-Infektionen bei Menschen mit Selbstmordversuchen nachgewiesen

Eine dieser Studien konnte beispielsweise nachweisen, dass Patienten, die bereits Selbstmordversuche begangen hatten, eine höhere Konzentration des Toxoplasma gondii Antikörpers im Blut hatten. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass sie bereits eine Infektion mit dem Parasiten durchgestanden haben müssen.

Eine andere Studie entdeckte einen Zusammenhang zwischen der Anzahl von Selbstmorden und der Verbreitung von Toxoplasma-Infektionen: Je verbreiteter der Parasit ist, umso höher ist die Rate der Selbstmorde. Die Initiatoren der Studie weisen allerdings darauf hin, dass auch unzählige andere Faktoren die Selbstmordrate in einem bestimmten Gebiet nach oben treiben können.

Verhalten von Mäusen wird eindeutig durch den Parasiten beeinflusst

Dass Toxoplasma das Verhalten von Lebewesen tatsächlich beeinflussen kann, zeigen Untersuchungen mit Mäusen. So sollen Mäuse ihre natürliche Angst vor Katzen verlieren, wenn sie zuvor mit Toxoplasma gondii infiziert wurden. Weil sich der Parasit auch im menschlichen Gehirn einnistet, liegt der Verdacht nahe, dass er auch dort eine Veränderung des Verhaltens bewirken kann. Schätzungen zu Folge tragen rund 2,5 Milliarden Menschen weltweit den Erreger in sich.

Quelle: Medizin transparent

Featured Image: Daniel Mietchen / Sukanto Debnath / CC-BY

 

 
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