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Richter erlaubt Katze als „emotionale Unterstützung“ für einen angeklagten Stalker

Katzen können beruhigend auf Menschen wirken, das ist bekannt. Da ist es schon fast ein bisschen seltsam, dass sie nicht zum Standardrepertoire eines Gerichtssaals gehören – schließlich geht es hier um die Wahrheitsfindung und wie ließe die sich besser klären, als in einem entspannten Zustand?

 
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Das hat jetzt offenbar auch ein Richter in der Stadt Chelmsford in England so gesehen. Dort muss sich in dieser Woche ein 72 Jahre alter Mann wegen Stalking verantworten. Weil ihn seine Verhandlung emotional sehr mitnehme, wie sein Verteidiger erklärte, wolle er beantragen, seine Katze ab jetzt zu den noch ausstehenden Gerichtsterminen mitbringen zu dürfen.

Richter Charles Gratwicke hatte offensichtlich Verständnis für den Mann: „Das Tier ist für ihn wie eine Krücke, an der sich festhalten kann“, erklärte er gestern gegenüber dem Fernsehsender BBC. Tatsächlich konnte der angebliche Stalker sogar ein ärztliches Attest vorweisen, dass ihm den positiven Einfluss seiner Katze auf seinen Gemütszustand bescheinigt.

Katze muss während der Verhandlung in ihrer Transportbox bleiben

Als Auflage stellte der Richter lediglich die Bedingung, dass die Katze während der gesamten Zeit der Verhandlungen in ihrer Transportbox bleiben müsse. Als der Mann nach dem Ende der gestrigen Verhandlung den Gerichtssaal verließ, soll ihm der Richter amüsiert hinterher gerufen haben: „…aber nicht, dass Sie die Katze jetzt doch noch aus dem Sack lassen“.

Was genau hinter dem Stalking-Vorwurf gegen den Mann steckt, ist bis jetzt noch nicht geklärt worden. Laut BBC-News soll es sich konkret um zwei Taten handeln, die der Mann im Jahr 2013 und in diesem April begangen haben soll.

Quelle: BBC-News

Featured Image: storem/I rule/CC-BY

 
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