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Katzenmann von Aleppo: Gute Nachrichten aus dem syrischen Katzen-Asyl

Als „Katzenmann von Aleppo“ erlangte der Syrer Mohammad Alaa Abenni weltweit Bekanntheit. Abenni versorgte zurückgelassene und verwaiste Katzen in der syrischen Großstadt selbst dann noch, als sein Tier-Asyl Anfang 2016 von einem schweren Bomben-Angriff getroffen wurde. Jetzt gibt es positive Nachrichten aus dem Krisengebiet.

 
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Aleppo – die Stadt steht wie kaum eine andere für die Grausamkeiten des syrischen Bürgerkriegs. Mehr als zwei Millionen Menschen verließen die Stadt während des vierjährigen Kampfes um das Gebiet.

Zurück blieben inmitten unvorstellbarer Zerstörungen zahlreiche Katzen, die ihre Besitzer auf der Flucht nicht begleiten konnten. Viele fanden Unterschlupf im Katzen-Asyl von Mohammad Alaa Abenni, der unter Einsatz seines eigenen Lebens die herrenlosen Tiere weiterhin versorgte.

Katzenmann von Aleppo bekommt Unterstützung

Die Welttierschutzgesellschaft (WTG) hat jetzt mit Hilfe von Spenden die Anstellung eines Tierarztes im Katzen-Asyl von Aleppo ermöglicht. Tierarzt Dr. Youssef unterstützt ab sofort die Arbeit vom „Katzenmann“.

 

Foto: Il Gataro d’Aleppo

 

Das Katzen-Asyl funktioniert damit ab sofort auch als eine ambulante Tierarztpraxis. Bürger der Stadt haben die Möglichkeit, ihre Tiere bei Mohammad Alaa Abenni medizinisch versorgen zu lassen. Zur Not kommt der Tierarzt auch zu seinen Patienten nach Hause. Da die Sicherheitslage in Aleppo und Umgebung noch immer kritisch ist, ist die Arbeit von Dr. Youssef auch mit einem hohen persönlichen Risiko verbunden.

Eine Hauptaufgabe des Tierarztes ist die Kastration von freilebenden Katzen in der syrischen Großstadt. Nachdem ihre Halter die Stadt verließen, drohte die unkontrollierte Vermehrung der Tiere zu einem massiven Problem zu werden.

Seit der Tierarzt im September seine Arbeit aufgenommen hat, konnte er innerhalb der letzten Wochen schon mehr als 130 kranke und verletzte Tiere versorgen. Die Welttierschutzgesellschaft übernimmt neben dem Gehalt von Dr. Youssef auch die Kosten für Medikamente.

 

Katzenmann von Aleppo

 
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Foto: Il Gataro d’Aleppo

 

Tiermedizinische Grundversorgung aufbauen

„Mit dem Einsatz in Aleppo versuchen wir, unter schwierigen Bedingungen eine bestmögliche tiermedizinische Grundversorgung aufzubauen“, erklärt Tierärztin Daniela Schrudde, Fachliche Leiterin für Tierschutzarbeit bei der Welttierschutzgesellschaft.

„Die Möglichkeiten vor Ort sind noch immer stark eingeschränkt. Wir hoffen aber, dass wir mit dieser Arbeit eine Grundlage für die Zeit legen können, wenn die Kampfhandlungen in Aleppo und Umgebung endlich ein Ende haben.“

Mehr Informationen zur Arbeit der Welttierschutzgesellschaft in Syrien und die Möglichkeit für Spenden gibt es hier: Welttierschutz.org. Der Katzenmann von Aleppo, Mohammad Alaa Abenni, berichtet außerdem auf seiner Facebook-Seite über seine Arbeit.

 
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