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Katzenfutter-Hersteller wegen Beihilfe zur Sklaverei angeklagt

Nestlé soll Sklavenarbeit auf thailändischen Fischfang-Schiffen unterstützt haben. Der Fang sei in verschiedenen Katzenfutter-Marken des Konzerns gelandet. Tierschützer haben deshalb eine Sammelklage gegen das auch sonst recht umstrittene Unternehmen eingereicht.

 
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Obwohl Nestlé von den Arbeitsbedingungen auf den thailändischen Kuttern wisse, nutze es weiterhin das Fischfleisch für sein Billig-Katzenfutter, heißt es in der Anklageschrift. Die Menschenrechtsverletzungen bei der Produktion würden bewusst vor der Öffentlichkeit verborgen, wie die US-Kanzlei Hagens-Berman angibt.

Vor allem der US-Markt ist betroffen

Laut der Quelle dieses Artikels seien vor allem amerikanische Futtersorten betroffen. Ob der Fisch aus Thailand auch in deutschen Futterdosen gelandet ist, ist nicht bekannt. Trotzdem sollte man sich gut überlegen, ob man die fragwürdige Konzern-Politik von Nestlé mit dem Kauf von Katzenfutter hierzulande unterstützen möchte.

Eine Liste mit all seinen deutschen Produkten bietet der Konzern auf dieser Website an. Darunter finden sich bekannte Katzenfutter-Namen, wie Felix oder Gourmet.

Kranke Arbeiter einfach über Bord geworfen

Die New York Times hat kürzlich in einem interessanten Beitrag aufgedeckt, mit welchen Methoden Fischfang-Gesellschaften in Thailand Arbeiter anwerben. Demnach werden Einwanderer aus Myanmar oder Bangladesch mit falschen Jobangeboten gelockt, entführt, eingesperrt, misshandelt oder mit Gewalt zur Arbeit auf den Schiffen gezwungen.

Entflohene berichten, sie hätten mitunter jahrelang ohne Lohn Zwangsarbeit auf See geleistet. Erkrankte sollen einfach über Bord geworfen worden sein.

Zum Teil ist in den Berichten auch von Enthauptungen bei Widerstand gegen die Arbeitsbedingungen die Rede. Diese seien auf den Fischkuttern so miserabel, dass niemand freiwillig dort arbeiten wolle.

Immer wieder Kritik gegen Nestlé

Nestlé ist seit Jahrzehnten immer wieder in der Kritik der Öffentlichkeit. So wird dem Konzern unter anderem vorgeworfen, Kinderarbeit in Afrika zu billigen. Ausfürlich wird darüber beispielsweise in einer Reportage der ARD berichtet.

Auch wird Nestlé regelmäßig vorgeworfen, für seine Produkte gentechnisch veränderte Lebensmittel zu verwenden. Außerdem nutzte Nestlé laut der Tierrechtsorganisation Peta bis mindestens 2010 Tierversuche für eines seiner Tee-Produkte. Peta kritisierte damals, dass diese Versuche gesetzlich nicht verlangt würden und somit unnötiges Tierleid erzeugten.

 
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Featured Image: Phuket@photographer.net /aimee rivers / CC-BY-2.0 / ©

Quelle: Deutsche Wirtschaftsnachrichten

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