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Katzencafé in New York: Ratten als Kindermädchen für verwaiste Katzen

In der Natur sind Katzen und Ratten normalerweise keine Freunde. In einem New Yorker Adoptionscafé ist das anders. Dort hat ein Katzenjunges namens Ebony eine ungewöhnliche Bindung zu einem Nagetier aufgebaut. Der Grund ist allerdings ein trauriger.

 
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Weil das Kätzchen nämlich mit der Felinen Infektiösen Peritonitis (FIP) infiziert war, mussten die Mitarbeiter es von den anderen Katzen trennen. Die Infektionskrankheit wird von Katze-zu-Katze übertragen und endet in der Regel mit dem Tod. Nach der Diagnose bleiben den Tieren im Schnitt noch zweieinhalb Jahre Lebenszeit.

Weil das schwarze Kätzchen Ebony diese Zeit aber keinesfalls alleine verbringen sollte, vergesellschafteten ihn seine Pfleger mit einem ungewöhnlichen Spielgefährten. Aus einer Rettungsstelle für Ratten adoptieren sie eine weiße Ratte und tauften sie auf den Namen Ivory. Weil Ratten gegen das kätzische Leukämievirus immun sind, stellte Ivory einen perfekten Spielkameraden für Ebony dar.

Leben des Kätzchens durch Rattenfreundschaft „unheimlich bereichert“

Leider währte die ungewöhnliche Tierfreundschaft nicht lange: Nach nur fünf Monaten verstarb das Kätzchen an seiner Immunerkrankung. Weil die Mitarbeiter der Brooklyn Bridge Animal Welfare Coalition aber finden, dass Ebonys Leben durch das Zusammensein mit der Ratte „unheimlich bereichert“ worden war, wurden jetzt weitere Ratten als Spielgefährten für erkrankte Katzenkinder adoptiert.


Die bisherigen Erfahrungen sind gut: So hätten die Ratten laut der Website des Katzencafés keine Angst vor den Katzenkindern. Das käme daher, dass beide in etwa gleich groß seien. Die Ratten ließen es sogar zu, dass die Kätzchen ihre Schwänze jagen, solange sie dabei nicht zu grob vorgehen.

Frühe Trennung vom Muttertier beeinflusst Verhalten

Trotzdem würden Katzen in Ratten eine natürliche Beute sehen, betont die Leiterin für den Katzenschutz bei der Humane Society International, Katie Lisnik. Werden sie aber zu früh von der Mutter und ihren Geschwistern getrennt, habe dies eine Auswirkung auf ihr Verhalten. Sie könnten dann entweder zu wenig oder zu viel aggressives Verhalten zeigen.

Sobald die Kätzchen erwachsen werden würden, werde sich ihre Beziehung zu den Ratten verkomplizieren, ist Katie Lisnik überzeugt.

via National Geographic

 

 

 

 

 
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