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Australien lässt Katzen per Satellit aus dem Weltall beobachten

Was wie aus einem Science-Fiction-Film klingt, ist tatsächlich Wirklichkeit: Australische Forscher setzen seit Kurzem Satelliten ein, um damit Katzen vom Weltall aus beobachten zu können. Das Ganze dient natürlich der Wissenschaft und soll wichtige Erkenntisse für den Artenschutz bringen.

 
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Australische Forscher wollen herausfinden, auf welche Weise sich verwilderte Katzen in ihrem Territorium bewegen. Die Tiere sind Abkömmlinge der europäischen Hauskatze, einer auf dem australischen Kontinent ursprünglich nicht beheimateten Tierart.

Schätzungen zufolge leben heute an die 30 Millionen wilde Katzen auf dem Kontinent. Das Problem: In Australien gibt es Tiere, die sonst nirgendwo auf der Welt vorkommen. Doch Koala, Wombat und das Schnabeltier stehen leider auch auf dem Speiseplan von Streuner-Katzen.

Beobachtung soll bei der Entwicklung von Kontrollprogrammen helfen

Die australische Regierung lässt darum analysieren, wie sich Katzenkolonien auf dem Kontinent bewegen, um die bedrohten Tierarten besser schützen zu können. Das lässt sie sich offensichtlich einiges kosten, denn die Katzenbeobachtung via Satellit sei sehr teuer und aufwendig, sagt der Forschungsleiter Andrew Bengsen.

Um effektive Kontrollprogramme entwickeln zu können sei es wichtig zu wissen, wie groß die Distanzen sind, die die Katzen täglich zurück legen. Kurios: Obwohl männliche Tiere normalerweise größere Territorien beanspruchen, konnten die Forscher bereits herausfinden, dass die weiblichen Tiere in Australien größere Territorien beanspruchen, als ihre männlichen Artgenossen. Warum das so ist, ist bisher unbekannt.

Wo viele Pflanzen sind, leben viele Beutetiere

Einzelnen Katzen folgen können die Satelliten noch nicht. Was die Satelliten konkret erfassen, ist der Zustand der Vegetation. Die Theorie: Wo es besonders viele Bäume, Sträucher und andere Pflanzen gibt, leben entsprechend viele Koalas, Wombats und andere bedrohte Arten. Ist die Vegetation in einem bestimmten Radius vital und stark, muss also auch mit zahlreichen verwilderten Katzen gerechnet werden, da sie dort gute Beute machen können.

Das Forschungsteam um Andrew Bengsen konnte mit der Beobachtung via Satellit bereits nachweisen, dass das Bewegungsverhalten von Katzen stark von der sie umgebenden Umwelt abhängig ist.

Kombinitert man die Ergebnisse mit Daten, die durch an Katzen befestigten GPS-Sendern gewonnen wurden, soll sich so ein aufschlussreiches Bild zeichnen lassen, glauben die Forscher.

Wie will die australische Regierung die Erkenntnisse nutzen?

Berichten zufolge plant die australische Regierung einen Großangriff gegen wilde Katzen. Bis 2020 will sie mindestens 2 Millionen Tiere töten lassen. Die Aktion hat noch nicht begonnen und es gibt eine Petition, die sich gegen die Tötungen wendet. Es gibt das Gerücht, dass die Regierung auch Tasmanische Teufel einsetzen will, die Jagd auf Katzen machen sollen.

 
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Quelle: LiveScience.com

Featured Image: © Moonwhiskers / CC-BY

 

 
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