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Warum werden Katzen älter als Hunde? Hier kommt der Grund!

Im Schnitt werden Katzen 15 Jahre alt, Hunde hingegen gerade einmal zehn. Wie Tiere altern, ist bis ins Detail erforscht. Warum aber ausgerechnet Katzen älter werden als Hunde, hat ein Forscher erst jetzt enträtseln können.

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Katzen sind in jeder Hinsicht außergewöhnlich, was wohl jeder bestätigen kann, der selbst ein Samtpfötchen hält. Doch auch was die Lebenserwartung von Tieren im Allgemeinen betrifft, stellen Mietzekatzen eine Ausnahme im Tierreich dar, denn generell gilt: Wer besonders groß ist, wird auch besonders alt. So werden asiatische Elefanten zum Beispiel zwischen 50 und 60 Jahren alt und Hamster nur zwei.

Älteste Katze der Welt wurde 38 Jahre alt

Die älteste bekannte Katze der Welt mit dem Namen Creme Puff soll ein stolzes Alter von 38 Jahren erreicht haben. Der älteste Hund, welcher auf den Namen Bluey hörte, schaffte gerade einmal 29 Jahre. Vergleicht man nun das Lebensalter von Hunden und Katzen, wirft das Fragen auf, denn Hunde sind bekanntlich oft größer als Katzen.

Der Tierforscher Steven Austad hat dieses Phänomen erforscht und möglicherweise eine Erklärung dafür gefunden. Seine Theorie: Beim Lebensalter kommt es weit weniger auf die Körpergröße an, als man bisher angenommen hat.  Vielmehr müsse gefragt werden, ob eine Tierart viele oder wenige Feinde habe.

So seien kleinere Tiere quasi per Naturgesetz dazu gezwungen, ihre Fortpflanzung besonders schnell abzuschließen. Größere und wehrhaftere Tiere könnten, statt in ihre Fortpflanzung, stärker in ihr Immunsystem und in Reparaturmoleküle investieren. Damit würden sie schließlich ein höheres Lebensalter erreichen, vermutet der Forscher.

Katzen-Vorfahren waren gut „bewaffnet“

Für die Ahnen unserer Hauskatzen gelte, dass sie schlichtweg besser „bewaffnet“ gegen Feinde gewesen seien, als die Vorfahren des Haushundes. Beweise sieht Austad dafür andernorts im Tierreich: Das Stachelschwein werde, obwohl selbst körperlich eher von kleiner Statur, sehr alt, nämlich im Schnitt etwa 20 Jahre.

Folgt man Austads Theorie, müsste ein Bernhardiner aber auch älter werden, als beispielsweise ein Dackel. Das jedoch ist nicht zutreffend. Generell ist es eher so, dass kleinere Hunde oft älter werden als größere. Forscher glauben, dass bei größeren Hunderassen eine genetische Uhr am wirken ist, die ein hohes Alter verhindert. Als Ursache wird hierbei eine Nebenerscheinung der Zucht vermutet.

Alternde Katzen brauchen besondere Pflege

Alternde Katzen und vermutlich auch alternde Hunde brauchen eine besondere Pflege. Wie der richtige Umgang mit alternden Katzen funktioniert, hat die bekannte Katzen-Expertin Birga Dexel (VOX „hundkatzemaus“) Cat-News.net in einem Interview verraten.

via ORF.at

Featured image: Reader of the Pack/CC-BY

 

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