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Katze zu verschenken? Du spinnst wohl! Wie man mit Menschen umgeht, die ihr Tier loswerden wollen

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Katze zu verschenken! Bei Tierfreunden löst dieser Satz nicht selten großes Unverständnis aus. Viele reagieren gerade in sozialen Netzwerken mit Fassungslosigkeit: Es wird der Halter angeschrieben und nicht selten wüst beschimpft, zumindest aber zünftig zurechtgewiesen, dass das so nicht gehe. Dem Tier nützt das leider nichts, im Gegenteil. 7 Tipps, wie man einen kühlen Kopf bewahrt und echte Hilfe leisten kann.

Du kannst diesen Beitrag als Lesezeichen speichern! So hast du in Diskussionen auf Facebook schnell etwas Sinnvolles zur Hand, wenn sich wieder einmal die Gemüter erhitzen, weil jemand sein Tier abgeben will.

Leider gibt es viele Menschen, denen die Haltung ihrer Katze eines Tages über den Kopf wächst. Das Phänomen der ungewollten Haustiere ist kein neues. In Zeiten von eBay Kleinanzeigen, Facebook und Co. war es nur noch nie so leicht, ein unliebsam gewordenes Tier loszuwerden.

Manche glauben, dass ein neues, gutes Zuhause nur einen Klick weit entfernt ist. Manchmal ist das sogar zutreffend und jemand, der seine Katze zu verschenken hat, ist nicht unbedingt ein schlechter Mensch. Es gibt einige Gründe, welche die Haltung einer Katze unmöglich machen.

Dann gibt es die anderen Fälle. Aus dieser Art von Kleinanzeigen liest man recht schnell heraus, dass es dem Halter völlig egal ist, in welche Hände sein Tier gerät. Es soll „einfach nur schnell weg“, zum Beispiel weil es durch falsche Haltung unsauber geworden ist oder seine Menschen beißt.

Katze zu verschenken: 7 Tipps, was du tun kannst

1. Einen kühlen Kopf bewahren

Auch wenn es schwer fällt: Wichtig ist es vor allem, einen kühlen Kopf zu bewahren. Lasse dich niemals von deinen spontanen Gefühlen leiten! Mache dir stattdessen klar, dass du die Motive des Verschenkers nicht nachvollziehen können musst. Nicht jeder Mensch ist in der Lage, eine gute Beziehung zu seinem Tier aufzubauen und so traurig es klingt: Für manche Menschen ist eine Katze eben nur ein Gegenstand.

2. Keine Belehrungen oder Beschimpfungen!

Lasse dich nicht dazu verleiten, den Halter der Katze anzuschreiben und zurechtweisen zu wollen. Kaum jemand lässt sich von fremden Personen über das Internet belehren. Im schlimmsten Fall kann dein Oberlehrerton dazu führen, dass der Katzenhalter seine Wut an dem Tier auslässt.

Versuche dir stattdessen vorzustellen, dass die Person gerade einfach nicht anders kann. Ob es nun am persönlichen Unvermögen oder einer charakterlichen Schwäche liegt oder es ganz andere Ursachen für das kaltherzige Verhalten gibt: Es geht allein um das Tier, welchem hier geholfen werden soll. Es geht nicht darum, dem Halter Vorhaltungen zu machen, welche ohnehin zu nichts führen.

3. Dokumentieren und Beweise sichern

Wenn du bei dem Lesen einer Annonce das Gefühl hast, dass ein zu verschenkendes Tier Mißhandlungen ausgesetzt ist, solltest du zeitnah Beweismittel sicherstellen. In der Regel ist dies die Anzeige in dem sozialen Netzwerk oder auf eBay Kleinanzeigen. Gegebenenfalls lassen sich auch öffentliche Diskussionen zwischen dem Halter und Interessenten dokumentieren.

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Die Taste „Druck“ (bei älteren Windows-Tastaturen heißt sie „Druck S-ABF“) erstellt einen Screenshot des gesamten Bildschirms. Diesen kannst du in Paint mit dem Tastenkürzel STRG+p einfügen und anschließend abspeichern.

Extra-Tipp: Mit Browsererweiterungen wie Aweseome Screenshot für Firefox und Google Chrome kannst du sogar zusätzliche Notizen einfügen, Markierungen machen oder Textstellen unterlegen.

4. Katze zu verschenken – Polizei oder Ordnungsamt nötig?

Wenn aus einer Annonce eindeutig hervorgeht, dass ein Tier körperlich mißhandelt wird, solltest du nicht zögern: Das Ordnungsamt in deiner Stadt ist der richtige Ansprechpartner! Es gibt dort häufig sogar eigene Tierschutzbeauftragte. Bitte nicht den Notruf der Polizei (110) wählen, das könnte unter Umständen teuer werden. Vor dem deutschen Tierschutzgesetz gelten Katzen als „Dinge“. Diese Dinge dürfen aber ausdrücklich nicht mißhandelt werden, weshalb das Ordnungsamt geltendes Recht wahren muss.

5. Und in weniger schlimmen Fällen?

Nicht jeder der sein Tier abgeben möchte, ist herz- und verantwortungslos. Manche Menschen sind zudem nicht in der Lage, sich schriftlich besonders gut und verständlich auszudrücken. So passiert es, dass Dinge sich anders lesen, als sie vielleicht gemeint sind.

Wenn du die Möglichkeit hast, kannst du aktive Hilfe anbieten und ein zu verschenkendes Tier vorübergehend aufnehmen. Dann aber musst du dich auch um die weitere Vermittlung kümmern. Sinn hat das vor allem, wenn es aus der Annonce irgendeine Form von Dringlichkeit hervorgeht und das Tier droht, auf der Straße zu landen. Diesen Schritt solltest du dir allerdings wirklich gut überlegen und am besten auch gleich mit einkalkulieren, die Katze womöglich zu behalten. Ansonsten hilft dir der nachfolgende Punkt weiter.

6. Katzenrettung und Co.

Der Tierschutzverein, die Katzenhilfe (auch: Katzenrettung oder Katzenschutzverein) ist eine Institution, die es in praktisch jeder Stadt oder Gemeinde gibt. Ihre Mitglieder arbeiten in der Regel ehrenamtlich, dafür aber mit besonders viel Herz und Leidenschaft. Ihrem Selbstverständnis nach sehen sie es als ihre vordergründigste Aufgabe, Tieren in akuten Notsituationen zu helfen. In der Praxis bedeutet das, dass sie in der Lage sind kurzfristig Pflegeplätze für Katzen bereitzustellen. Ist das nicht möglich, so verfügen diese Einrichtungen in der Regel über ein weitverzweigtes Netzwerk, worüber ein Pflegeplatz oft zügig gefunden werden kann.

7. Wenn dir (und dem Tier) geholfen wurde

Die meisten Vereine freuen sich über eine kleine Spende in Form von Futter oder natürlich auch Geld. Es besteht aber keine Pflicht, etwas zu spenden. Bedenke jedoch, dass die Helfer in ihrer Freizeit tätig sind, wenn sie Fälle wie deinen übernehmen. Es tut ihnen gut zu erfahren, dass ihre Arbeit Anerkennung findet. Wenigstens eine Kleinigkeit zu spenden, sollte jedem möglich sein. Wichtiger ist weniger die geldwerte Höhe der Spende, sondern dass sie von Herzen kommt!

 

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