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Katze Tinka überlebt Angriff durch Tierquäler schwer verletzt

Was ist mit Tinka passiert? Haben Unbekannte die Katze tatsächlich am Schwanz durch die Luft geschleudert? Es grenzt an ein Wunder, dass das Tier aus Gildehaus in Niedersachen noch lebt.

 

 
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1891170_849000191840826_3062350441489272143_nVorsichtig schnuppert Tinka an einem Nutellabrot von Herrchen Steve. Dass die Katze das kann, ist nicht selbstverständlich. Es stand zu befürchten, dass Tinka nach dem Übergriff ihren Geruchssinn verloren hätte. Gerne würde Frauchen Melanie ihre Katze fragen, was sie in den drei Tagen ihres Verschwindens erleben musste. „Schade, dass Tinka nicht sprechen kann“, sagt sie der Lokalzeitung Grafschafter Nachrichten, die über den Fall berichtet hat, nachdem das Tier jetzt plötzlich wieder auftauchte.

Kätzchen lag schwerverletzt unter Tannen

Tinka ist Freigängerin, entfernt sich aber normalerweise nicht weit vom Haus. Dort fand Frauchen Melanie sie dann auch eines nachmittags wieder, zusammengekauert unter Tannen. Als sie sich ihrer Katze näherte, konnte sie förmlich riechen, dass etwas Schlimmes vorgefallen sein musste: „Tinka war voller Maden und hat fürchterlich gestunken“, sagte sie gegenüber dem Lokalblatt.

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Beide Kiefer waren gebrochen, sowie das Nasen- und Jochbein. Ein Auge war verletzt, ihr Zahnfleisch war geplatzt, viele Zähne fehlten, etliche waren stückweise abgebrochen. Am Tag als Tinka verschwand, fand in Gildehaus das Schützenfest statt. Ob es einen Zusammenhang zu den Misshandlungen des Tieres gibt, ist offen.

Tierärztin glaubt nicht an einen Unfall

11037468_853282211412624_2017858747420850017_nWeil die Ärztin zusätzlich einen Kreuzbeinbruch feststellte war klar, dass es Menschen gewesen sein mussten, die Tinka ganz bewusst so zugerichtet hatten. Zu einem Bruch des Kreuzbeins käme es bei Katzen typischerweise, wenn sie am Schwanz durch die Luft geschleudert werden. Dass Tinka bloß in einen Unfall verwickelt gewesen sei, hält die Ärztin demnach für unwahrscheinlich.

Sie flickte Tinka wieder zusammen und legte dem Kätzchen für die ersten Tage eine Ernährungssonde. Inzwischen hat sie sich den Umständen entsprechend und kann schon selber wieder kleine Portionen Futter zu sich nehmen.

 

Tierfreunde auf Facebook sammeln Geld für Operationen

Mehr als 1.000 Euro mussten die beiden Halter für die Behandlung ihrer Katze aufbringen. Mitglieder der Facebook-Gruppe „Tierisch vermisst – Such- und tunnelFundtiere Grafschaft Bentheim“ haben sich mit den Haltern solidarisiert und zusammen mehrere hundert Euro für die Behandlungskosten gespendet. Frauchen Melanie hält die Gruppe dafür auf dem Laufenden über Tinkas Zustand.

 
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Zwischenzeitlich hat sie auch Anzeige bei der Polizei erstattet. Dass die Tierquäler gefunden werden, glaubt sie fast nicht: „Anzeige gegen Unbekannt, das ist eigentlich fast aussichtlos“.

Quelle: Grafschafter Nachrichten

Fotos: Facebook / Melanie Lübbermann

 

Wir drücken Tinka die Daumen, dass es ihr bald wieder gut geht!

 
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