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Wie Kater Yanni dem Todestrakt entkam und Therapie-Katze wurde

Kater Yanni ist ein echter Kämpfer denn er entging nur knapp dem Tod. Eine Sozialarbeiterin rettete ihn vor der Einschläferung und gab ihm ein neues Zuhause. Jetzt will Yanni etwas von dem Glück zurück geben, das ihm durch seine Retterin widerfahren ist – an Menschen, die therapeutische Hilfe brauchen.

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Als der Siam-Kater noch ein Kätzchen war, meinte es das Schicksal nicht sonderlich gut mit ihm. Erst wurde er Opfer eines Hundeangriffs, später misshandelten ihn auch noch ausgerechnet die Menschen, bei denen er lebte und denen er wohl am meisten vertraute.

Der traurige Höhepunkt seines jungen Lebens: Im April 2014 landete Yanni in einem Tierheim, das Katzen einschläferen lässt, wenn sie nicht innerhalb einer bestimmten Frist vermittelt werden (Mehr Infos zu amerikanischen Tierheimen gibt es hier).

Sein Wesen erschien wie geschaffen für die Ausbildung

Der Kater entging dem Tod nur ganz knapp. Genau einen Tag, bevor er hätte eingeschläfert werden sollen, traf er auf die Sozialarbeiterin Anne Ross, die ihn sofort in ihr Herz schloß. Sie nahm Yanni mit zu sich nach Hause, peppelte ihn auf und entdeckte schon bald sein besonderes Wesen, das ihn wie geschaffen für die Ausbildung zur Therapie-Katze erscheinen ließ.

Nach einem Charakter wie ihn Yanni besitzt, hatte Anne Ross schon sehr sehr lange gesucht, denn ihr Traum war es, eine Katze bei der Ausbildung zum Therapeuten begleiten zu können.

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Im Sommer 2014 stellte die Sozialarbeiterin Yanni einem Gremium vor, das sein Wesen begutachten und urteilen sollte, ob er sich tatsächlich für den Einsatz als Therapie-Katze eignen würde. Eine wichtige Voraussetzung seines Ausbildungsinstituts Paws 4 Healing ist, dass Katzen in der Lage sein müssen, an der Leine zu laufen.

Das hatte Anne Ross im Vorfeld mit ihm eingeübt und als er nun seinen großen Auftritt vor dem Auditorium hatte, staunte sie nicht schlecht: „Yanni lief vor dem Publikum auf und ab, als ob ihm ein Oscar verliehen werden sollte“.

Sein Frauchen glaubt: Yanni hat genau auf sie gewartet

Als sie später mit Yanni nach Hause fuhr wurde ihr klar, dass sie den Kater ihrer Träume adoptiert hatte: „Ich bin mir sicher, dass ihn nur deshalb niemand aus dem Tierheim geholt hat, weil er auf mich gewartet hat“. Die Begutachtung durch das Gremium hatte Yanni mit Bravour geschafft und so konnte seine Ausbildung beginnen.

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Zunächst lernte er Kommandos wie „Sitz“, „Komm“ oder „Bleib“ zu befolgen. Das ist für Therapie-Katzen sehr wichtig, wenn sie später bei älteren Leuten oder Kindern zu Besuch sind. Dann lernte er es zu tolerieren, von Fremden angefasst zu werden und sich nicht daran zu stören, herumgereicht zu werden und von einem Schoß auf den nächsten gesetzt zu werden. Sein Frauchen belegte in derselben Zeit Seminare, in denen sie wichtige Dinge über das Verhalten von Katzen lernte.

Rollstühle, Kinder und bellende Hunde muss Yanni tolerieren

Die zweite Ausbildungsphase forderte schon etwas mehr von Yanni: Er musste zum Beispiel lernen, keine Scheu vor Rollstühlen oder Menschen auf Krücken zu haben, oder wie es ist, wenn viele Kinder um ihn herum sind und ihn anfassen wollen. Auch ein bellender Hund gehörte zu den Dingen, an die Yanni sich gewöhnen sollte, obwohl er so schlechte Erfahrungen mit ihnen gemacht hatte.

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Doch Yanni schaffte das alles ohne Probleme. Was ihm zu schaffen machte, war etwas ganz anderes: Zusätzlich zu einer chronischen Verdauungsstörung bekam der Kater gegen Ende seiner Ausbildung eine Organentzündung. Normalerweise dauert die Anerkennung zur Therapie-Katze nur drei oder vier Monate, doch durch den gesundheitlichen Rückschlag schaffte Yanni seine Ausbildung erst im Mai 2015 – dafür mit der höchsten Punktzahl, die möglich ist!

Yanni soll in einem Hospiz arbeiten

Derzeit plagen den Kater schon wieder gesundheitliche Probleme. Seinen ersten richtigen Einsatz als Therapie-Katze konnte er deshalb immer noch nicht wahrnehmen. Bald wird er aber wieder ganz gesund sein, sagt Anee Ross. Dann soll Yanni als erstes in einem Hospiz arbeiten, weil dort auch sein Frauchen kranke und alte Menschen betreut.

Tatsächlich scheint es Yanni schon wieder besser zu gehen: Vor fünf Tagen, am 5. Oktober, hat er mit seinem Frauchen an einer Demonstration gegen das Tierheim teilgenommen, auf dessen Todesliste er einst stand. „Ich habe ihn mitgenommen um den Leuten zu zeigen, was für tolle Katzen mit großartigen Fähigkeiten es dort gibt“, sagt Anne Ross.

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Vielleicht habt ihr nach der Geschichte Lust bekommen zu erfahren, wie es weiter geht mit Yanni? Sein Frauchen hat dem Kater eine tolle Facebook-Seite eingerichtet, mit der sie uns stets auf dem Laufenden hält!

HINWEIS: Alle Bilder unterliegen dem Copyright von Anne Ross und dürfen nur mit ihrer Genehmigung verwendet werden.

 

 

 

 

 

 

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