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Jagdhund dringt in fremdes Wohnzimmer ein und verschleppt Katze

Der Schock sitzt tief bei Familie Zimmer in Villingen-Schwenningen: Während ihre Katze Cinderella auf der Fensterbank im Wohnzimmer schlief, tauchte wie aus dem Nichts ein Jagdhund auf, packte sie im Genick, schleuderte sie durch die Luft und rannte schließlich mit dem Tier im Maul davon.

Dem Hund war es offensichtlich gelungen, über eine geöffnete Terrassentür in die fremde Wohnung zu gelangen. Der Fall ereignete sich bereits vor vier Wochen und seitdem ist seine „Beute“, Hauskatze Cinderella, verschwunden.

 
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Das Unglaubliche: An diesem Wochenende soll derselbe Jagdhund erneut in die Wohnung des Ehepaars eingedrungen sein, um auch die zweite Katze, Kater Scheele, zu holen.

Besitzer: „Kann meinen Hund rennen lassen, wie ich will“

Glücklicherweise sei es dem Kater aber noch rechtzeitig gelungen, vor dem Jagdhund auf einen Schrank zu flüchten. Über ihr seltsames Erlebnis erzählt die erschütterte Halterin Nada Zimmer heute in der Lokalzeitung Schwarzwälder Bote.

Geistesgegenwärtig hätte sie noch zusammen mit ihrem Mann versucht, den Hund zu verfolgen. Weil das nicht glückte, stellte sie später den Halter, einen bekannten Nachbarn, zur Rede: „Aber der meinte nur, dass er seinen Hund rennen lassen kann, wie er will und rief dann sogar noch ›scheiß ­Katzen‹“.

Tiere sollen weiterhin Freigang auf der Terrasse bekommen

Schon im vergangenen Jahr habe der gleiche Hund aus der Nachbarschaft ihren Katzen nachgestellt, berichtet sie weiter in der Lokalzeitung. Obwohl sie ihn mehrfach aufforderte, sei der Hundehalter seiner Anleinpflicht nicht nachgekommen.

Ihren Katzen deshalb den Freigang auf der Terrasse zu verwehren, kann sich Nada Zimmer nicht vorstellen. Sie will keine Schwäche zeigen und schreitet nun den Rechtsweg ein: „Wir zeigen den Hundebesitzer an, das kann so nicht weiter gehen“.

Katzen sind für Jagdhunde so genanntes Raubwild

Zwischenfälle mit Jagdhunden und Katzen sind leider keine Seltenheit. Laut der Zuchtrichtlinien der gängien Rassen, müssen Jagdhunde in der Lage sein, Raubwild „abzuwürgen“. Zum Raubwild gehören für die Hunde auch Katzen.

In einem ähnlichen Fall, der sich vor Kurzem in Nassau in Rheinland-Pfalz ereignet hatte, hatte ein Katzenhalter versucht, den Nachbarshund (ebenfalls ein Jagdhund) durch das Ordnungsamt als gefährlich registrieren zu lassen. Das wurde vom Ordnungsamt abgelehnt, Begründung: Das Verhalten sei wesenseigen, wenn überhaupt treffe den Halter eine Schuld, wenn das Tier Katzen jage. So jedenfalls beurteilte ein Gutachter die Sachlage.

Featured Image: (Symbolbild) ian munroe / CC-BY

 
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Quelle: Schwarzwälder Bote

 
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