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Israels Landwirtschaftsminister: „Ihr könnt eure Katzen-Visa zurück in die Taschen stecken“

Dürfen Straßenkatzen jetzt doch in Israel bleiben? Wegen religiöser Bedenken hatte Landwirtschaftsminister Uri Ariel gefordert, das nationale Katzenkastrationsporgramm zu stoppen. Es würde gegen das Gottesgebot „Seiet fruchtbar und mehret euch“ verstoßen.

 
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Nun sollen die unkastrierten Straßenkatzen offenbar doch nicht ins Ausland deportiert werden, schreibt die jüdische Zeitung Arutz Sheva. Entsprechende Pläne der Regierung wurden erst an diesem Montag veröffentlicht, sofort hagelte es Kritik von Tierschützern und Oppositionsparteien.

Offenbar hatte man aber bereits versucht, aufnahmewillige Länder zu finden, denn hieß, es habe sich leider kein Land finden können, dass bereit gewesen wäre, die herrenlosen Tiere aufzunehmen. Jetzt nimmt der Landwirtschaftsminister Uri Ariel seinen kuriosen Vorschlag zurück und tut geradezu so, als seie das alles ja niemals ernst gemeint gewesen. Auf einer Konferenz der Kibbutz am Mittwoch scherzte er gegenüber Reportern:

„Seien Sie so freundlich und stecken sie die Visa ihrer Katzen zurück in ihre Taschen. Wir werden keine Katze ausfliegen“

Als Landwirtschaftminister sei er wohl einfach etwas stärker daran interessiert, keinem Tier Schaden zuzufügen, als es seine Vorgänger gewesen seien, erklärte er. So kritisiert er auch die in Israel übliche Praxis, kastrierten Streunerkatzen ein Stück ihres Ohres zu kappen, als eindeutiges Zeichen dafür, dass diese kastriert seien.

Nach wie vor suche die Regierung nach Möglichkeiten, Kastrationen zu vermeiden und gleichzeitig die Population herrenloser Katzen in Schach zu halten.

Featured Image: Lauren Mitchell / Hood Cat / CC-BY

 

 
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