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„Ich bin süchtig nach ihnen“: Frau nimmt über 100 wilde Katzen auf

Sie kann einfach nicht NEIN sagen, wenn jemand vor ihrer Haustür steht und ein hilfloses Fellbündel abgeben will, das er irgendwo auf der Straße aufgelesen hat. Mit der Zeit haben sich immer mehr Tiere bei Silvana Locke-Valentino angehäuft. Ein Ende ist nicht in Sicht und eigentlich will die Katzennärrin es gar nicht anders.

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52 Katzen leben mit Silvana Valentino-Locke zusammen in einem Haus. 30 Freigänger-Katzen streunen tagtäglich quer durch die Nachbarschaft. 40 Katzen leben zudem in ihrem Garten, wo die Frau ein großzügig ausgestattes Katzenasyl betreibt. Wohl eher eine Seltenheit bei Katzenliebe der etwas extremeren Art: Silvanas Ehemann Tony unterstützt seine Frau voll und umfänglich, finanziert sogar teilweise ihren ausgeprägten „Katzentrieb“.

 

Aushilfe zum Katzenklo reinigen engagiert

Weil sie die Arbeit schon lange nicht mehr alleine bewältigen kann, hat Silvana eine Katzensitterin engagiert. Sie hilft beim Saubermachen der unzähligen Katzentoiletten und kümmert sich darum, dass die Futternäpfe der Miezen immer gut gefüllt sind. Allein die im Haus lebenden Tiere zu füttern, dauert mindestens eine halbe Stunde. Viele der Katzen sind traumatisiert, wenn Silvana sie aufnimmt. Doch ihr ist wichtig, dass jeder ihrer kleinen Schützlinge etwas zu Futtern bekommt. So kriecht sie auch schon mal unter einen ihrer Schränke, um eine verängstigte Katze zu bergen und sie zum Fressen zu überreden.  

Katzenunterhalt kostet ein Vermögen

Bemerkenswert sind die Kosten, die der Britin durch ihre zügellose Tierliebe entstehen. Pro Jahr investiert sie in ihre Lieblinge ganze 90.000 britische Pfund. Das entspricht einer stolzen Summe von 126.000 Euro! Die tatsächliche Zahl dürfte aber noch einmal deutlich höher liegen, denn nicht mit einberechnet sind die Kosten für Strom und Benzin.

Allein die laufenden monatlichen Kosten übersteigen das Monatseinkommen eines durchschnittlichen Haushalts. Zu 500,00 Euro Futterkosten kommen noch einmal Tierarztkosten in Höhe von umgerechnet 6.350 Euro hinzu – wohl gemerkt, Monat für Monat!

Ihre Katzenliebe sieht Silvana Locke-Valentino übrigens selbst sehr kritisch: „Ich bin süchtig nach Katzen. Das meine ich wirklich ernst. Ich kenne Leute, die andere Süchte haben, mein Verhalten ist ähnlich“, teilte sie kürzlich der britischen Zeitung Mirror mit.

Passend zu ihrer verrückten Katzenpassion ist übrigens das Nummernschild ihres Autos: Es lautet MAD CAT WOMAN und beschreibt die Frau hinterm Steuer wohl ziemlich treffend. Immerhin weiss so auch gleich jeder Verkehrsteilnehmer, dass die Fahrerin auch für Katzen bremst.

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Featured Image (Symbolfoto): Flickr / Scott Granneman / CC-BY-SA-2.0

 

Was denkst Du: Ist Silvana verrückt oder verdient ihre Aufopferung für Katzen unseren Respekt?

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