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Erst gemästet, dann ausgesetzt: Wer hat „Pummelinchen“ das angetan?

Plötzlich saß sie einfach da: Als Karin Obbink auf einem Pferdehof eine ganz spezielle Fundkatze entdeckt, verschlägt es ihr beinahe die Sprache: Eine so dermaßen fette Katze habe sie noch niemals gesehen, wird sie später auf Facebook schreiben. Die Tierfreundin ahnt, dass die Katze ein schlimmes Schicksal hinter sich haben muss. Sie nimmt sie mit und beschließt, das Tier erst einmal auf Diät zu setzen.

Seit rund einer Woche lebt Pummelinchen nun in der Obhut von Tierschützern in Schermbeck (Nordrein-Westfalen). Wem Pummelinchen gehört und wer sie dermaßen fett gefüttert hat, konnte bisher nicht geklärt werden: Eine Suche über die Facebook-Seite des örtlichen Tierschutzvereins Straßenkatzen Wesel und Hamminkeln e.V. brachte bis heute keine heiße Spur.

 
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Tatsächlich könnte es extrem schwierig sein, den Halter der Katze ausfindig zu machen: Pummelinchen ist weder gechippt, noch tätowiert. Da sie bisher nicht als vermisst gemeldet wurde, ist es gut möglich, dass sie absichtlich ausgesetzt worden ist.

„Sie ist dermaßen verfettet, wie man es kaum gesehen hat…sie hat sogar Fettknubbel an den oberen Hinterbeinen wie Tennisbälle.“

Auf eine Radikaldiät muss sich Pummelinchen trotz ihres enormen Körperumfangs jedoch nicht einstellen, denn Katzen dürfen im Monat maximal ein Kilogramm ihres Körpergewichtes verlieren. Trotzdem beabsichtigen die Tierschützer, sie langfristig auf ein Normalgewicht von rund vier Kilogramm zu bringen.

Pummelinchen ist aufgrund ihres gesundheitlichen Zustands schon jetztin ständiger, tierärztlicher Behandlung.

Ob eventuell auch eine Krankheit der Grund für Pummelinchens Fettleibigkeit sein könnte, konnte bisher nicht eindeutig bestätigt werden. Die Ergebnisse der Untersuchungen stehen noch aus.

Vermutet wird, dass sie womöglich an einer Erkrankung der Schilddrüse leiden könnte. Um die laufenden Tierarztkosten für Pummelinchen zahlen zu können, bittet der Tierschutzverein Straßenkatzen Wesel und Hamminkeln e.V. auch um Spenden:

Und noch immer wird auch derjenige gesucht, der die fettleibige Mieze womöglich vorsätzlich ausgesetzt hat. Der Tierschutzverein bittet dringend um Hinweise per E-Mail an strassenkatzen@gmx.de.

 
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