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Ein Schweizer droht damit, seine Katze vor laufender Kamera zu erschießen

Diese Aktion kann man wohl getrost als äußerst geschmacklos bezeichnen: Um die Band Die Toten Hosen zu einer Reaktion auf seinem Twitter-Kanal zu zwingen, droht ein Schweizer Reporter damit, seine Katze zu erschießen. Das Tier hält er fest im Genick und setzt ihm eine Pistole an den Kopf.

 
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Die Aufnahmen sind verstörend für jeden, der Katzen liebt. Wer tut so etwas und warum? Fest steht: Hinter dem Video steckt der Schweizer Reporter Leo Ferraro.

„Ich will mit Hilfe der prominenten Rocker meine Reichweite vergrößern“,

erklärt er gegenüber der Schweizer Zeitung Blick.

Im Hintergrund der gerade einmal 39 Sekunden langen Aufnahme läuft der Song „Alles aus Liebe“ von den Toten Hosen. Den Text will Ferraro offenbar direkt an die Band gerichtet wissen, die ihn vor mehr als 25 Jahren geschrieben hat. Im Video sagt er dazu in Schweizerdeutsch:

„Hey Jungs, ich brauche euren Retweet, für Kumpels aus der Karibik. Falls nicht, ist die Katze tot“

Worum geht es dem Schweizer?

Leo Ferraro berichtet als Journalist ausführlich von den Auswirkungen des Wirbelsturms Irma auf den British Virgin Islands. Dessen verheerende Zerstörungskraft hat er selbst vor Ort sehen können. Rund drei Monate im Jahr arbeitet der Journalist nach eigenen Angaben von den Inseln aus.

„Ich wollte meine Freunde unterstützen. Es sollte ein Schrei nach Aufmerksamkeit sein“

Den „Schrei nach Aufmerksamkeit“ hörte natürlich nicht nur die Band Die Toten Hosen. Wie es heute so ist in Zeiten des Internets, löste das Video in kurzer Zeit einen Shitstorm auf Ferraros Social-Media-Kanälen aus. Statt Lob für seine Aktion erntete der Reporter aber vor allem Unverständnis. Dabei ist Ferraro selbst ein großer Katzenliebhaber und züchtet die Tiere sogar.

Wie kommt ein Katzenliebhaber auf solch eine verstörende Aktion?

Die Vorlage für das Katzenvideo lieferten die Toten Hosen offensichtlich selbst. Hintergrund ist die Verlosung eines Wohnzimmerkonzerts im Jahr 1993. Den Auftritt der Band soll damals angeblich ein Mann gewonnen haben, der damit gedroht hatte seinen Hund zu erschießen, sollten die Toten Hosen nicht bei ihm spielen. Offensichtlich hatte sich Ferraro diese Legende als Vorbild genommen.

Seinen Katzen würde er in Wahrheit niemals etwas antun, beteuert Leo Ferraro auf seinem Blog. Auf den ersehnten Klick der Toten Hosen wartet er allerdings bis heute. Die im Video verwendete Schreckschusswaffe Walther PKK ist inzwischen von der Polizei konfisziert worden.

 

 
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