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Kleiner Kater rettet traumatisiertem US-Soldaten das Leben, bevor er selbst gehen muss…

Manchmal können Tiere Dinge spüren, die wir vor anderen Menschen zu verstecken versuchen. Diese Erfahrung hat der US-Soldat Josh Marino gemacht. Als er eines nachts einem kleinen Kater begegnete, rettete der ihm das Leben – wohl buchstäblich im letzten Moment.

 
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Wenn Soldaten aus einem Einsatz heimkehren, bringen sie oft den Krieg in den Köpfen mit nach Hause. So ging es auch dem US-Soldaten Josh Marino: Er entwickelte eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), nachdem er einen Angriff auf sein Camp im Irak überlebt hatte. Die Wunden heilten, zurück blieb das Drama im Kopf: „Es ist wie eine unsichtbare Wunde, die einfach niemand sehen kann“.

Youtube/Mutual Rescue

Eines Tages bemerkte aber doch jemand, wie sehr der Kriegsveteran innerlich kämpfte. Dass dieser jemand ein kleiner Kater sein könnte, hatte Josh Marino wohl nicht erwartet. „Es gab diese eine Nacht, in der ich einfach nicht mehr konnte“, berichtet er mit deutlich dünner Stimme der Tierschutzinitiative Mutual Rescue. „Ich setzte mich an meinen Laptop, verfasste einen Brief, den ich absichtlich auf dem Desktop abspeicherte – es sollte mein Abschiedsbrief sein“.

Dann nahm sich der Soldat eines seiner Messer und ging damit hinter die Baracken auf dem Gelände seiner Heimatkaserne in Fort Riley (US-Bundesstaat Kansas).

Er wollte noch eine letzte Zigarette rauchen, als plötzlich aus der Dunkelheit ein mageres, schwarz-weisses Kätzchen erschien.

„Es kam einfach auf mich zugelaufen und rieb sich an meinem Bein. Ich bin mir sicher, dass der Kleine schon in dem Moment gespürt hat, dass mich etwas belastet, womit ich einfach nicht fertig werde“.

Youtube/Mutual Rescue

Der kleine Kater sah ziemlich hungrig aus. Joshs eigene Sorgen und Probleme rückten angesichts dieses hilflosen, kleinen Fellbündels in den Hintergrund. Er ging in die Küche seiner Kaserne und kam mit einer Dose Thunfisch zurück. Der Kleine freute sich sehr über dieses Geschenk, dass er ab jetzt jeden Abend von seinem neuen Freund erhalten sollte.

Inzwischen hörte der Kater, wenn Josh ihn zu sich rief. Er taufte ihn auf den Namen Scout. Doch eines Tages tauchte Scout einfach nicht mehr auf:

„Ich war am Boden zerstört. Scout war der Grund, weshalb ich endlich wieder einen Sinn in meinem Leben sehen konnte“

Nach rund einem Jahr entdeckte Josh seinen kleinen Freund überraschenderweise in einem Tierheim wieder. Inzwischen war er mit seiner Freundin Becky zusammen gezogen, die bereits drei Katzen hatte.

Youtube/Mutual Rescue

Scout verstand sich auf Anhieb mit den anderen Katzen. Und ganz nebenbei hatte der kleine Kater nun ein zweites Mal dafür gesorgt, dass Josh auf den Weg der Genesung gelangen konnte: „Ich hörte mit dem Rauchen auf, ernährte mich gesünder, trieb Sport und machte sogar meinen Uni-Abschluss“.

 
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Josh hat anschließend eine Ausbildung im Gesundheitsbereich gemacht und arbeitet heute selbst mit traumatisierten Kriegsveteranen: „Obwohl ich keine Uniform mehr trage, fühle ich mich noch immer als Soldat. Es ist mir wichtig, dass meine Kameraden nach einem Auslandseinsatz die Hilfe bekommen, die sie benötigen“.

Youtube/Mutual Rescue

Das Leben lief jetzt wunderbar für Josh, seine Freundin Becky und ihre kleine Katzenfamilie. Traurigerweise sollte das Glück nicht lange währen. Sein Freund, der ihm das Leben gerettet hatte, verhielt sich eines Tages sehr seltsam. Eine Untersuchung brachte dann die niederschmetternde Diagnose: Scout hat Feline Infektiöse Peritonitis (FIP), eine Katzenkrankheit, die binnen weniger Wochen zum Tod führen kann.

Josh war untröstlich, er konnte die schlimme Nachricht kaum aushalten. Natürlich nahm er seinen kranken Freund wieder mit nach Hause, doch schon bald ging es dem Kater so schlecht, dass er erneut zum Tierarzt musste. Noch auf dem Weg dorthin verstarb Scout. „Er ist in meinen Armen gestorben“, erzählt Josh unter Tränen. „Es gibt keinen einzigen Tag, an dem ich nicht an ihn denken muss“.

Youtube/Mutual Rescue

So traurig die Geschichte dieser wunderbaren Freundschaft auch ist, sie ist ein toller Beweis dafür, wie Tiere unsere seelischen Wunden heilen können, wenn wir bereit sind, ihre Hilfe anzunehmen.

Die Tierschutzinitiative Mutual Rescue hat Joshs Geschichte in einem Video-Interview auf YouTube aufgezeichnet. „Ich habe mit Josh im Irak gedient. Vielen Dank für das Teilen dieser tollen Geschichte“, lautet einer der zahlreichen Kommentare unter dem ergreifenden Video. Hier gibt es das Interview in voller Länge:

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