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Beliebt bis zum Kassenrekord: Katzen in der Hauptrolle auf der Kinoleinwand

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Er liegt oft faul rum, schaufelte Tonnen von Lasagne in sich hinein und kommentierte urkomisch. Schon Garfield hat es einst vorgemacht: Filme, in denen Katzen die Hauptrolle innehaben, können nur ein Kassenschlager sein. Die Samtpfote auf der Leinwand wird immer beliebter. Ganz aktuell beantworten die Filmemacher die Frage aller Fragen: Was treiben die vierbeinigen Lieblinge bloß, sobald Herrchen das Haus verlässt? Der Jack Russel Terrier Max, sein neuer Mitbewohner Duke, Tabby Katze Chloe und Wellensittich Sweetpea schafften es wochenlang auf die Spitzenposition mit „Pets“ in den Kinocharts. Aber warum ist die Katze allein zu Hause so beliebt?

Wissenschaftlich bewiesen: Katzenfilme machen Freude

Nicht nur in Film und Fernsehen sind unsere Samtpfoten beliebt – auch das Internet ist voll von Clips mit den vierbeinigen Lieblingen. Allein auf „Youtube“ wurden im Jahr 2014 über zwei Millionen verschiedene Katzenfilme hochgeladen.Über 25 Milliarden Zuschauer klickten, schauten und lachten. In dem einem Video jagt die Miez der Plastikmaus hinterher, in einem anderen Clip versucht sie ihren eigenen Schwanz zu fangen. Katzen, die baden müssen, Stubentiger, die auf Babys treffen und Vierbeiner, die sich vor Gurken erschrecken. Inzwischen gibt es sogar ein Catcontent-Festival in Düsseldorf, das erstmals in diesem Jahr den „Golden Kitty Award“ verlieh. Sieger wurde Kater „Signor Rossi“ – gefilmt bei dem mutigen Versuch, eine Maus zu vertreiben, die sich jedoch mit einem überraschenden Angriff auf des Katers Nase verteidigt. Katzenhalter Thomas Batinger freute sich über die Trophäe – einen golden angestrichenen Katzenbaum.
Warum diese Filme so erfolgreich sind, erklären Forschungen der Indiana Universität in Bloomington. In einer Studie beantworteten 6.795 Internetnutzer die Fragen der Wissenschaftler. Ihren Ergebnissen zufolge sind die Videos vor allem eins: Ablenkung. Gerade während der Arbeitszeit würden die Filme aufmuntern. Katzenvideos entspannen den Zuschauer, vertreiben Angst, Ärger und Traurigkeit. Nach dem Konsum eines Clips überwiegen positive Gefühle. Welch eine Freude – nicht nur für den Katzenliebhaber, sondern sicher auch für den Arbeitsgeber. Da mag man so manchem frustrierten Schalterbeamten ein Katzenclip vor die Nase setzen, oder?

Lange Tradition: Mit Beginn der Filmgeschichte auf der Leinwand

Mit 11,5 Millionen ist die Katze in Deutschland Haustier sogar Nummer eins. Das Rheingold Institut fand heraus, dass vor allem die Vorbildfunktion für zwischenmenschliche Beziehungen Schuld daran sei. Mal verschmust und dann wieder distanziert sind sie der Ruhepol ihrer Besitzer.
Diese Eigenschaften kommen dem Stubentiger auch vor der Kamera zugute und macht die Katzenclips so beliebt. Das Filmphänomen ist nicht neu. Namen wie „Garfield“, „Tom und Jerry“ oder die „Aristocats“ sind Größen in der Filmbranche. Katzen haben eine lange Tradition auf der Leinwand. Bereits im alten Ägypten verehrt und in Bildern verewigt, wurde zu Stummfilmzeiten schon die Filmkarriere der Samtpfoten geboren: Marc Sennett könnte als Vater der Katzenfilme bezeichnet werden. Der Gründer der Keystone Studios nahm einst eine kleine Miez bei sich auf und brachte sie auf die Leinwand: „Pepper the Cat“ war schon damals ein Erfolg.
Aber auch in der Nebenrolle konnten Stubentiger in den berühmtesten Filmen glänzen, denkt man nur an die Katze „Orangey“ im Klassiker „Frühstück bei Tiffanys“ oder die Katze „Paul“ im Film „Der Pate“. Letzterer stand gar nicht im Drehbuch. Doch der reale Kater Paul, der im Studio auf Mäusestreifzug ging, inspirierte den Regisseur, auf Malon Brandos Schoß eine schnurrende Fellnase zu setzen. Aber auch in so manchem James Bond Streifen verleiht eine Katze der Handlung Eleganz.

Nicht verpassen: Die beliebtesten Katzenfilme

Neugierig geworden und Lust bekommen? So manchen Katzenfilm darf der Fan nicht verpassen. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala steht natürlich „Garfield“, der sowohl als Zeichentrickserie als auch als Film zu erleben ist. Im Kinostreifen macht sich der fette Lasagneliebhaber auf die Suche nach dem verschwundenen Hund Odin. In „Garfield 2“ erlebt der Kater ein aufregendes Abenteuer in England.
Ebenfalls eine Familienkomödie ist der Streifen „Cats & Dogs“ – der Kampf zwischen Hund und Katze findet ohne Wissen des Menschen statt. In der Fortsetzung „Cats & Dogs 2“ verfällt die Katze und Ex-Spionageagentin Kitty dem Größenwahn. Etwas älter ist der Zeichentrickfilm „Felidae“ aus dem Jahr 1994. Nach dem Romanvorbild von Akif Pirinçci zieht hier Francis, der samtpfotige Klugscheißer, mit seinem Herrchen in ein neues Haus. Hier entdeckt er einen ermordeten Artgenossen und beginnt in der Reihe von Katzenmorden zu ermitteln. Im „Königreich der Katzen“ aus dem Jahr 2002 rettet die 17-jährige Schülerin Haru Yoshioka ohne es zu wissen den Katzenprinzen. Geht es nach dem König der Katzen, solle sie diesen nun heiraten, was der menschlichen Schülerin gar nicht passt. Hilfe findet sie bei dem „Baron“.
Als Klassiker gilt der aus dem Jahr 1970 stammende Film „Aristocats“. Hier erbt die Katze „Duchesse“ von Madame Adelaide Bonfamilie und zieht so den Ärger von Familie und Butler auf sich. Die Katze muss verschwinden. Doch der Straßenkater „Thomas O’Malley“ eilt zur Hilfe.

Diese und viele weitere Filme gibt es für Zuhause auf DVD. Aber Vorsicht – nicht liegen lassen! Wer weiß, was unsere Stubentiger in unserer Abwesenheit damit treiben?!

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