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AfD will Katzen abschießen lassen

Nach Flüchtlingskindern möchte die AfD (Alternative für Deutschland) nun offenbar auch auf Katzen schießen lassen. Das geht aus den Angaben des aktuellen Wahl-O-Mat hervor, der anlässlich der anstehenden Landtagswahlen in Nordrheinwestfalen zur Zeit im Netz verfügbar ist.

 
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Mit dem Wahl-O-Mat soll politisch Unentschlossenen vor Wahlen die Möglichkeit gegeben werden, einen Abgleich ihrer persönlichen Ansichten mit denen der verschiedenen Parteien zu machen. Fragen zur Homo-Ehe, zum Umgang mit Flüchtlingen oder zur Einführung eines Veggie-Days gehörten bisher zu den gängigen Themen im Wahl-O-Mat.

Neu ist eine Frage, die sich mit der Möglichkeit des Abschusses von wildernden Katzen beschäftigt. „Jägerinnen und Jäger sollen wildernde Katzen wieder abschießen dürfen“, ist im Wahl-O-Mat zu lesen. Der politisch Unentschlossene kann dieser These zustimmen oder sie ablehnen. Die AfD allerdings spricht sich für eine Jagd auf wildernde Katzen aus. Das erfährt man, wenn man den Wahl-o-Mat bis zum Ende durchspielt und sich ansieht, welche Positionen man selbst mit den diversen Parteien gemein hat und wo es Abweichungen gibt.

Katzen sind nach Meinung der AfD  so etwas wie unerwünschte Migranten

Katzen, da gibt es für die AfD keinen Zweifel, sind in Wahrheit nichts anderes als Migranten, die drohen, unsere heimische Natur zu zerstören. Hier die Begründung der Partei im Wortlaut:

„Viele Vogelarten können sich gegen die ursprünglich nicht in Deutschland heimischen, wildernden Katzen schützen. Ihr Abschuss gehört zu den zahlreichen zusätzlichen Aufgaben, zu denen die Jägerschaft verpflichtet ist. Das Jagdrecht muss sich der Nachhaltigkeit, d.h. dem Einklang von Tier und Natur, widmen und darf nicht aus ideologischen Gründen eingeschränkt werden“.

Hier ein Screenshot aus dem Wahl-O-Mat:

Die Diskussion, ob wildernde Katzen für Jägerinnen und Jäger zum Abschuss freigegeben werden sollten, ist nicht besonders neu. Die Feststellung aber, dass es sich bei Katzen im Grunde um nicht-heimische Tiere handelt, ist eine spezielle Zutat der AfD. Wie sie zu diesem Urteil kommt, muss wohl ihr Geheimnis bleiben.

Katzen sind seit vielen tausend Jahren heimisch

Was ihr vermutlich bei der Betrachtung nämlich entgangen sein dürfte: Die Falbkatze, eine Vorfahrin unserer heutigen Hauskatze, kam vermutlich schon vor mehr als 10.000 Jahren nach Europa. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat sie sich danach ziemlich schnell über den Landweg auf dem gesamten Kontinent bis nach Mittel- und Westeuropa ausgebreitet.

Katzen gelten als Kulturfolger und lassen sich überall dort nieder, wo es Menschen gibt. Es ist also davon auszugehen, dass Katzen schon ziemlich lange auf dem Gebiet leben, das heute Deutschland ist.

Wir sind gespannt, auf wen die Partei als nächstes schießen will…

via: Katzen gegen Glatzen

Featured Image: Pixabay

 
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