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Wahr oder falsch? 8 Mythen über Rassekatzen!

Perserkatzen sind arrogant und Türkisch Van hören schlecht: Es gibt viele Mythen über Rassekatzen, die größtenteils auf Gerüchten beruhen und sich trotzdem seit vielen Jahren hartnäckig halten. Hinter manchem Vorurteil versteckt sich aber auch ein wahrer Kern. 8 Rassekatzen, denen ihr Ruf voraus eilt.

Wer sich eine Rassekatze zulegt, investiert oft eine Menge Geld. Problematisch wird es, wenn die Katze allein nach ihrem Aussehen angeschafft wurde und sich erst später im Zusammenleben ein schwieriger Charakter entpuppt. Viele Wesenszüge sind bei Katzen individuell und kein Merkmal einer bestimmten Rasse. Andere Eigenschaften, positive und negative, kommen auffallend häufig bei bestimmten Rassen vor. 8 gängige Vorurteile und Mythen über Rassenkatzen.

1. Nacktkatzen (Sphynx, Devon Rex und Cornish Rex) können Allergiker problemlos halten

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Wer eine Katzenhaarallergie hat und trotzdem eine Katze halten möchte, kann ganz einfach ein Tier ohne Haare nehmen? Klingt erst einmal logisch, ist aber leider falsch. In Wahrheit sind Moleküle im Speichel von Katzen die Ursache, die Allergikern Probleme bereitet. Wenn Katzen sich putzen, und das tun auch haarlose Sphynx-Katzen ausgiebig, verteilen sie ihren Speichel auf ihrem ganzen Körper. Trotzdem gibt es Allergiker, die weniger stark auf haarlose Katzen reagieren sollen. Dass die Tiere komplett hypoallergen sind, ist jedoch nicht zutreffend.

2. Siamkatzen schielen

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Die Tendenz zum Schielen hat die Siamkatze mit allen Katzen der so genannten Points gemeinsam. Point bezieht sich auf die dunklen Flecken in der ansonsten hellen Fellfärbung. Als Ursache für das Schielen wird ein genetischer Defekt vermutet, der sich in einem Melaninmangel begründet. In früheren Zeiten galt das Schielen der Siamkatze als wünschenswert, den Tieren wurde ihr Silberblick sogar absichtlich angezüchtet. Heute schließen Züchter schielende Tiere in der Regel von der Zucht aus.

3. Maine-Coons und Norwegische Waldkatzen brauchen extrem viel Pflege

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Langhaarkatzen brauchen intensivere Fellpflege, als ihre kurzhaarigen Artgenossen. Während manche Haus- und Kurzhaarkatzen auch ganz ohne zusätzliche Fellpflege des Menschen auskommen können, brauchen Maine Coon und Co. hin und wieder unsere Aufmerksamkeit. Einmal in der Woche sollte man ihr Fell von überschüssigen Haaren befreien, weil es sonst leicht verfilzen kann. Mehr Pflege ist aber in der Regel nicht notwendig.

4. Türkisch Van Katzen hören schlecht

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Diese Katze war ursprünglich in arabischen Ländern sehr beliebt, doch mittlerweile hat sie auch in Deutschland zahlreiche Fans. Türkisch Van Katzen wird jedoch nachgesagt, dass sie sehr häufig schwerhörig oder sogar komplett taub sein sollen. Dies trifft jedoch in der Regel nur auf komplett weisse Tiere zu und hat nichts mit der Rasse als solcher zu tun. Die Ursache für einen defekten Hörapparat ist in der Genetik von rein-weissen Tieren begründet und trifft andere Rassen und sogar weisse Hauskatzen gleichermaßen.

5. Russisch Blau Katzen sind zurückhaltend

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Wohl die wenigsten Russisch Blau Katzen stürmen sofort zur Tür wenn es klingelt. Stattdessen bevorzugen es die Tiere, eine neue Situation erst einmal aus einer gewissen Distanz heraus zu beobachten. Diesen Charakterzug sollte man aber nicht mit allgemeiner Schüchternheit verwechseln. Haben Russisch Blau erst einmal Vertrauen zu jemandem gefasst, sind sie sehr warmherzige und aufgeschlossene Geschöpfe!

6. Bengalkatzen sind temperamentvoll und wild

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Die Bengalkatze kann ihre Vorfahren in direkter Linie auf wilde Verwandte zurückführen. Sie klettert, springt gerne und zeigt ihren energiegeladenen Charakter wo sie nur kann. Wie die Siam- und Orientalische Kurzhaarkatze verfügt sie zudem über eine große Erzählfreudigkeit. Wer sich eine Bengalkatze ins Haus holen möchte, sollte auf jeden Fall mit einem kleinen Wirbelwind rechnen, der sich selbst gegenüber Hunden zu behaupten weiß.

7. Perserkatzen sind arrogant und divenhaft

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Bis heute eilt der Perserkatze ein Ruf voraus, der so oft gar nicht zutrifft. Der Grund ist sicher ihr recht spezielles Äußeres, was nicht unbedingt jedermanns Sache ist. Für die einen ist die Perserkatze aber gerade deshalb eine sehr edle Rasse. Andere erkennen unter dem langhaarigen Pelz und dem flachen Gesicht eher eine zickige Diva. Das Äußere der Perserkatze sagt jedoch nichts über ihren wahren Charakter aus. So sind Perserkatzen dafür bekannt, sehr liebes- und schmusebedürftig zu sein. Außerdem spielen sie entgegen gängiger Vorurteile häufig sehr gern.

8. Türkisch Angora sind aggressiv

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In Zuchtbüchern ist häufig davon zu lesen, dass die Rasse Türkisch Angora zur „Lebhaftigkeit“ neige. Ob dieses Verhalten in Aggressivität umschlagen kann, ist umstritten. Wer sich für diese Rasse interessiert, sollte aber auf alle Fälle ein Verständnis für die Vitalität der Tiere mitbringen und ihnen viel Aufmerksamkeit schenken. Dann vertragen sie sich in der Regel auch gut mit anderen Katzen und Haustieren.

Featured Images: Totte71/CC-BY, Eva Bartakova/CC-BY, Robert Couse-Baker/CC-BY, Tambako the Jaguar/CC-BY, Suzie Tremmel/CC-BY, Dean Strelau/CC-BY, ReflectedSerendipity/CC-BY, Brad/CC-BY, Moyan Brenn/CC-BY,

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