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Katzen rasiert: Aktuelle Vorfälle auch in Deutschland und Österreich

Wird das Katzenrasieren zum neuen Trendsport? Während Englands Süden noch immer seinen verrückten Katzenrasierer „Jack the Clipper“ (Jack der Haarschneider) sucht, werden offenbar auch in Deutschland und Österreich Katzen rasiert.

In Süden Englands geht die Angst unter Besitzern von Freigängerkatzen um: Seit dem Winter vergangenen Jahres rasiert ein Unbekannter dort regelmäßig Katzen und lässt sie anschließend wieder frei. Manche Tiere wurden sogar mehrfach von dem verrückten Tierhasser attackiert. Wegen der örtlichen Nähe wird ein und dieselbe Person hinter den Taten vermutet. Experten sprechen von schlimmen Traumata, welche die Katzen durch die Prozedur erleiden.

Jetzt zeigt sich: Auch deutsche und österreichische Katzen werden von Unbekannten eingefangen und rasiert. Wer dahinter steckt, ist nicht bekannt. Die einzige Gemeinsamkeit der Fälle: Keinem Tier wurde zusätzlich ein Leid zugefügt, noch wurde es zielgerichtet gequält.

Süddeutscher Raum derzeit offenbar im Fokus

Der jüngste Fall ereignete sich erst gestern (Donnerstag, 10. März) in Wörth am Main im Nordwesten Bayerns. Schon zum dritten Mal sei ihre Katze Kira mit einem kahlrasiertem Bauch nachhause gekommen, berichtet die Halterin in der Lokalzeitung Main Echo. Besonders gruselig: Es habe alles ausgesehen „wie die Vorbereitung auf eine Operation“, erzählt sie der Zeitung.

Erst in der vergangenen Woche sei im Nachbarort Altenbuch ebenfalls eine rasierte Katze gemeldet worden, berichtet dieselbe Zeitung.

Auch in Wunsiedel, das rund 300 Kilometer weiter östlich von Wörth am Main liegt, werden zur Zeit Katzen von Fremden rasiert. So wurde eine Freigängerkatze in dem Ortsteil Selb seit dem 17. Dezember vergangenen Jahres schon dreimal am Bauch rasiert, zuletzt offenbar Ende Februar dieses Jahres. Auch dieses Tier zeigte keine Anzeichen sonstiger Quälerei, wie die Website inFranken berichtet.

Auch Vorfälle in Österreich gemeldet

Auch in Österreich treiben Katzenrasierer offenbar ihr Unwesen. Erst am vergangenen Sonntag hatte es eine Meldung in der Stadt Salzburg gegeben. Das Opfer war eine Hauskatze, deren Bauch die Täter komplett kahlraiserten. Die 51 Jahre alte Besitzerin sei von der Tat sichtlich erschüttert, wie die Tageszeitung Kurier berichtet. Die österreichische Polizei fahndet derzeit noch nach dem Katzenquäler.

Im Nackenbereich und am Schwanz rasierten Tierquäler außerdem eine Main-Coon-Katze im Mürztal (Steiermark), wie die „Kleine Zeitung“ berichtet.In diesem Fall äußerte der behandelnde Tierarzt einen schlimmen Verdacht in Bezug auf die Täter: Möglicherweise würden Hobbyanlger das Katzenfell nutzen, um sich daraus Köder für das so genannte Fliegenfischen zu basteln. Derzeit gibt es aber noch eine ganz andere Personengruppe, die nach Meinung vieler Tierhalter als Täter in Frage käme.

Katzen raisert: Tierschützer unter Verdacht

Könnten die bizarren Vorkommnisse möglicherweise von Tierschützern inszeniert worden sein? Dafür spricht, dass auffallend viele Tiere von den Tätern gezielt am unteren Bauchbereich rasiert wurden und bei den Übergriffen nicht verletzt wurden. Ebenfalls fällt auf, dass einige mehrfach Opfer einer Rasur wurden – vielleicht, weil die Täter ihr eigentliches Werk nicht vollenden konnten?

Es müssten Menschen hinter den Vorgängen stecken, die ein Händchen für Tiere haben, vermutet die Besitzerin von Kira aus Wörth am Main. Sie halte es auch für gut möglich, dass ihre Katze vor der Rasur betäubt wurde, da sie sich normalerweise von niemandem anfassen lasse. „Selbst ernannte Tierschützer“ wollten in Wörth am Main und anderswo gezielt unkastrierte Tiere einfangen und ihnen die Fruchtbarkeit nehmen, glaubt sie.

Die Polizei ermittelt in allen berichteten Fällen. Angaben über ein mögliches Tatmotiv kann sie bisher jedoch keine machen.

Featured Image: Maria Helena Carey/CC-BY

 

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